Sa

30

Nov

2013

Tag 160: Kommando hin, Kommando zurück - Tag gerettet!

Wir haben heute erstmal wieder richtig entspannt ausgeschlafen, sowie ganz gemütlich gefrühstückt. Einen richtigen Plan hatten wir irgendwie nicht, da es relativ unklar war, ob wir schon heute Abend wieder nach Hause fahren oder erst morgen früh. Also ging es nachdem Frühstück erst nochmal zurück in's Bett. Ich habe dann angefangen, meinen Laptop einzurichten und versucht mich in die Denkweise der Entwickler von Windows 8 hineinzuversetzen... Hat nur ansatzweise funktioniert, aber ist sicher auch bloß Gewöhnungssache.

Gegen 14 Uhr hatte ich dann einen Anruf von C bekommen, dass wir höchstwahrscheinlich doch schon in einer Stunde aufbrechen müssen, weil es einen Notfall zu Hause gibt. Stephi und ich waren richtig enttäuscht, dass unser schönes Zusammentreffen doch schon ein vozeitiges Ende haben sollte. Ich hab dann meine Sachen zusammengepackt und wir sind hier zum Haus der Großeltern gefahren, wo uns dann gesagt wurde, dass doch alles über's Telefon geklärt werden konnte und wir noch eine Nacht bleiben. Schlagartig war unsere Laune wieder besser und wir haben dann stundenlang zusammen Klavier gespielt und gesungen, hach das war soooo toll!!!

Zum Abendbrot haben wir uns Pizza geholt und bis eben noch Disney's "Mulan" geschaut.

Morgen Vormittag treten wir dann den Heimweg an, aber in nichtmal eineinhalb Monaten kommen schon wieder, weil C's Bruder (bzw. eher dessen Frau) um den 10. Januar rum ein Kind kriegt und dann hier so eine Baby Party stattfindet. Also sehe ich Stephi hoffentlich schon ganz bald wieder!!! :)

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Fr

29

Nov

2013

Tag 159: Black Friday

Woher dieser Name stammt, ist irgendwie nicht so richtig geklärt. Eine Theorie besagt, dass es daher kommen könnte, weil die Geschäfte definitiv schwarze Zahlen schreiben (der Black Friday ist einer der Tage im Jahr mit dem höchsten Umsatz, wenn nicht sogar der umsatzstärkste überhaupt). Was zumindest sicher ist: Es ist der offizielle Startschuss des Weihnachtsgeschäfts. Die Leute sind einfach nur crazy und kaufen ein, was sie tragen können.
Stephi und ich waren heute Nacht nach 24 Uhr noch bei Best Buy (vergleichbar mit Media Markt) und ich konnte es mir einfach nicht nehmen lassen, einen Laptop von Asus zu kaufen. Der kam in sonem Paket gleich mit einer Tasche, einer kabellosen Maus, einem 8GB-Stick und einem Virenschutzprogramm für die ersten 6 Monate. Für dieses Komplettpaket habe ich umgerechnet nur knapp über 200 Euro bezahlt. Kann mein Glück noch gar nicht fassen. Falls mir daran irgendetwas nicht passt, kann ich es auch einfach bis zum 15. Januar zurückgeben. Am Montag gibt es diese ganzen Sales ja für die Online-Shops; da werde ich auch nochmal ein bisschen stöbern und schauen, ob ich nicht sogar noch ein besseres Angebot finde. ;)

 

Wir waren jedenfalls erst nachts um 2 Zuhause und haben noch eeeewig geschnackt. Gegen 11 haben wir uns dann aufgerafft und sind aufgestanden. Ich hatte seit Langem mal wieder ein tolles Frühstück mit Kaffee, Orangensaft, Bagel, Frischkäse und selbstgemachte Erdbeermarmelade von Stephi's Oma aus Deutschland.

Wir hatten erstmal noch genug von dem nächtlichen Einkaufswahn und statt uns wieder in den Kaufrausch zu stürzen, sind wir zu einem Park hier in der Nähe gefahren und haben einen ausgiebigen Winterspaziergung gemacht um so einen See herum. Das war super schön und entspannt.

Zum Abendbrot waren wir dann bei den Großeltern eingeladen. Es wurden danach wieder die Kerzen am Chanukkiah angezündet, ganz viele Lieder gesungen und die Kinder haben halt ihre Geschenke bekommen.
Mittlerweile ist es schon wieder halb 11. Wir schauen jetzt noch irgendeinen kitschigen Film mit Zac Efron und werden dann auch bald schlafen. Wie schön, dass morgen erst das Wochenende beginnt! :)

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Do

28

Nov

2013

Tag 158: Thanksgivukkah & vorzeitiger Black-Friday-Sale

Sowas passiert dir vielleicht nur einmal im Leben - Thanksgiving und Hanukkah fallen auf einen Tag!

Laut den meisten Internetseiten gibt es das nächste Thanksgivukkah erst wieder in 79.000 Jahren!! Ich hab jetzt allerdings woanders auch schon wieder gehört, dass es wohl 2070 doch schon wieder soweit sein könnte...

Eins ist jedenfalls sicher: Ich war dabei!

Heute morgen gegen 9 sind wir hier runter nach Potomac zu Bubbie & Zadie, den Großeltern, gefahren. Hier war schon viel los, weil C's Bruder aus Boston mit seiner Frau und den beiden Kindern bereits am Morgen angereist waren. Zunächst ist nicht so viel Spannendes passiert; die Kinder haben sich selbst beschäftigt und die Erwachsenen haben sich unterhalten. Gegen halb 4 kam Stephi rüber und dann sind wir auch schon los zu dem Haus von Bubbies Bruder, bei dem es auch schon gewimmelt hat von noch mehr Erwachsenen und Kindern. Die haben sooo viel Essen aufgetafelt, aber war auch alles richtig lecker. Natürlich hab es den brühmtberüchtigten Truthahn mit Cranberry-Sauce und noch allerlei andere gute Dinge. Letztendlich geht es an Thanksgiving ja eh nur um's Beisammensein, Essen und Football-Gucken. Es war auch echt nett, dass sie uns mit eingeladen hatten, aber bei solchen großen Familientreffen interessieren sich halt die meisten für ihre Verwandten, die sie vielleicht zum ersten Mal dieses Jahr gesehen haben (was ja auch vollkommen verständlich ist). So haben wir uns dann nach der Fressorgie doch ein wenig einsam gefühlt und bald verabschiedet. Wir haben nämlich gehört, dass die Geschäfte sogar schon ab 20 Uhr aufmachen, um in den Black-Friday-Sale zu starten. Also ging es ab zur Mall und tatsächlich. Hollister, American Eagle Outiffers, Abercrombie & Fitch... überall gab es 50% auf ALLES. Ich hatte zwar nicht vor, Klamotten zu kaufen (erstaunlicherweise hab ich mich auch ziemlich gut an diesen Vorsatz gehalten), aber Gucken kostet ja auch nichts. Die Leute sind in die Läden geströmt wie Armeisen in ihren Bau und die Schlangen an den Kassen führten schon fast wieder aus dem Geschäft raus. Urban Outfitters hatte sich rausgenommen erst 24 Uhr zu öffnen und als wir gegen 22.30 Uhr mal vorbeigelaufen sind hatte sich schon die erste Schlange davor gebildet. Das Warten wollten wir uns aber nicht antun und sind deshalb erst 20 Minuten vor Mitternacht wieder dorthin, um uns an die Line anzustellen, die sich mittlerweile schon locker verzehnfacht hatte. Und als die Türen zum Laden dann endlich aufgingen, wurde die gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Alle rannten zum hinteren Teil des Geschäftes, wo sich die Sale-Abteilung befindet und war man einmal drin, gab es auch keinen Weg mehr zurück. Vorwärts allerdings auch nicht, weil die Mädels damit beschäftigt waren, sich halb die Augen auszukratzen und um jedes Teil zu kämpfen, das in ihre greifbare Nähe kam. Stephi und ich waren auch mitten in dieser Menge und mussten einfach nur noch lachen darüber, wie verückt das alles ist. Es war wie auf einem Konzert, bei dem man versucht, sich von der 5. in die 1. Reihe zu drängeln. Quasi unmöglich. Es wird mir zwar immer ein Rätsel bleiben, aber irgendwie haben wir es tatsächlich geschafft, dort wieder rauszukommen. Gekauft haben wir nichts, aber was soll's: Dabeisein ist alles!

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Mi

27

Nov

2013

Tag 157: Happy Hanukkah!

Ganz spontan habe ich dann auch mal erfahren, dass heute schon der erste Hanukkah ist. Insgesamt dauert dieses Fest ja 8 Tage an und dieses Jahr beginnt es wohl besonders zeitig.

Aber begonnen hat der Tag erstmal ganz normal. Kinder früh in die Schule gebracht und dann hatte ich halt nur knappe 3 Stunden frei, weil G um 12 schon wieder abzuholen war. E kam auch kurz nach halb 1 dazu und nach einer kleinen Mittagsmahlzeit haben wir noch 3 Stunden Zeit mit Basteln, Malen und Brettspielen totgeschlagen. Morgens an der Bushaltestelle hatte mir eine andere Mutti erzählt, dass heute so ein neuer Kinderfilm rauskommt in den Kinos und was gibt es für eine schönere Beschäftigung als an einem verregneten Nachmittag ins Kino zu gehen, um ein Disney Movie zu schauen. Der Trailer ist so wahnsinnig niedlich!! (http://www.youtube.com/watch?v=-WdC4DaYIeQ)

Der Film an sich war auch echt süß und als wir dann nach Hause kamen, waren sogar schon Em und C da. Wir haben alle gemeinsam Abendbrot gegessen und dann wurde die erste Kerze an der Chanukkia (Hanukkah-Kerzenständer mit 9 Kerzen – 8 für die jeweiligen Tage und die sog. „Schamasch“, um diese zu entflammen) angezündet. Sie haben ein paar jüdische Lieder gesungen und dann gab es die ersten Geschenke für G und E. Die Kleine hat so eine Mikrofon- und Lautsprecher-Station bekommen, wo man ein Handy oder so anschließen kann und sie dann dazu mitsingt. Hier klang dann abends auch nur noch „Eye of the Tiger“, „Call me maybe“, „Scream & Shout“ &co durch’s Haus, haha. Für E gab’s eine riesige Hot-Wheels-Bahn, an der C erstmal noch eine Stunde gesessen hat, ehe er das Ding komplett aufgebaut hatte. Naja, immerhin gab es ja musikalische Untermalung von G. ;)
Bin gespannt, wie das mit dem Geschenke-Wahn die nächsten Tage weitergehen. Die Großeltern sind da sicher auch sehr spendabel und ich weiß, dass meine Gasteltern auch noch einige Sachen für die nächsten Tage haben. Ich hab keine Lust, dass meine Geschenke in dem ganzen Trubel untergehen und werde sie einfach bis zum letzten oder vorletzten Tag aufheben; da bleiben sie vielleicht noch am ehesten im Gedächtnis hängen! 

Marie und ich hatten uns dann vorhin noch getroffen, weil wir uns ja nun bis Sonntag erstmal nicht mehr sehen. Sind runter zu Wawa gelaufen, haben uns Ben&Jerry’s Eis gegönnt und dann noch bei mir gesessen und geschnackt.

Der Tag war doch gar nicht so anstrengend, wie ich erwartet hatte! Und jetzt folgt hoffentlich ein langes, entspanntes Wochenende und ein schönes Thanksgiving morgen. Hach, ich freu mich!!!

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Di

26

Nov

2013

Tag 156: Lonely on a Tuesday night

In den letzten Wochen haben Marie und ich jeden Dienstagabend die neue Serie Ravenswood verfolgt, während wir bei mir im Bett gehockt und in den unendlich vielen Werbepausen unseren üblichen Klatsch und Tratsch abgehalten haben. Aber Ravenswood geht jetzt in die Winterpause (falls man das so nennen kann; es geht am 7. Januar schon wieder weiter) und somit sind unsere Tuesday Night Dates vorläufig vorbei... Zum Glück nur für die nächsten 6 Wochen. Und dann geht auch Pretty Little Liars endlich wieder los; noch ein Grund zum Freuen!! :)

 

Mein Tag heute war super entspannt. Am Morgen verlief alles normal und ich hatte 7 Stunden Freizeit, die ich eigentlich komplett am PC und mit Skypen verbracht habe. E wollte den ganzen Nachmittag mit mir malen und basteln. Dann haben wir noch ein bisschen gerechnet und schon war der Tag auch wieder vorbei. Morgen wird sich dafür bestimmt richtig hinziehen... Aber was soll's, danach ist die Woche ja schon geschafft!!! :)

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Mo

25

Nov

2013

Tag 155: Und schon wieder ist Montag

Die letzte Woche war dahin wie nichts. Und ich wette, bei der nun kommenden wird es nicht anders. Im Prinzip muss ich nur 3 Tage arbeiten (dafür Mittwoch zwar relativ viel, weil nur halbtags Schule ist, aber nichtsdestotrotz; drei Tage sind besser als 5!). Donnerstag früh fahren wir dann runter nach Potomac zu C’s Eltern und bleiben da bis Samstag Abend. Wir werden Thanksgiving und die ersten Tage von Hanukkah zusammen feiern und ich sehe endlich Steffi mal wieder!! Darauf freu ich mich schon wahnsinnig! :)

Heute war halt wieder ein Montag, der nicht üblicher hätte sein können: Kinder, Fitnessstudio, Einkaufen, Kochen, Skypen, Kinder. Routine eben, aber soweit alles gut. Hoffe, bei euch auch! 

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So

24

Nov

2013

Tag 154: Sich einmal wie Schumi fühlen

Heute ist der 40. Geburtstag meines Gastpapas. Er hatte sein Geschenk von gestern noch bis zum frühen Vormittag hier und mich auf eine kleine Spritztour mitgenommen. Wir sind hier durch die Straßen geheizt und haben uns noch so cool gefühlt als wir an der Tanke dann die verdunkelte Fensterscheibe runtergelassen haben, hahaha. Aber man sitzt auch echt wie in sonem Rennwagen da drin. Mega tief, als würde man schon fast auf der Straße schleifen und es ist eigentlich auch wirklich nur Platz für den Fahrer und die Person daneben, denn alles, was hinter einem kommt, ist nur noch Motor. Hab mich ungefähr genau so gefühlt wie Schumi in seiner Formel-1-Karre, aber Beifahrer sein hat auch schon gereicht. Auch wenn das alles verdammt cool war, konnte ich einen klitzekleinen Angstfunken doch nicht unterdrücken. ;) 

Am Nachmittag war ich mit Marie und Sara im Kino (mal wieder...), aber auf diesen Film haben wir uns schon gefreut, seit wir hier sind! Der zweite Teil von "Hunger Games" (deutsch: Die Tribute von Panem). Bei euch ist der ja glaub ich sogar schon eher rausgekommen als hier und viele haben ihn vielleicht auch schon gesehen, deswegen sag ich mal nichts weiter dazu, außer dass sich das Warten definitiv gelohnt hat! Ich muss unbedingt diese Bücher lesen!!

 

Auf dem Foto ist übrigens noch mein Geschenk für C zu sehen. Fand er cool! :)

 

Ach und ich hatte ja heute auch einen kleinen Grund zum Freuen: 5 Monate USA!

 

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Sa

23

Nov

2013

Tag 153: Ein netter Flitzer für das Geburtstagskind

Also eigentlich ist ja C's Geburtstag erst morgen, aber sein Geschenk von Em hat er trotzdem schon heute bekommen; der Traum eines jeden Mannes - Besitzer eines Lamborghinis sein. (Wenn auch nur für einen Tag!)

Tja, also stand heute Morgen, als ich aufgewacht bin, wirklich sone schnittige Karre bei uns in der Einfahrt. Er ist dann auch den ganzen Tag damit rumgedüst und hat sich ein bisschen feiern lassen, haha. War echt ne coole Idee von meiner Gastmama! Bin ja mal gespannt, wie ihm mein Geschenk morgen gefällt (Ich poste dann ein Foto, ist grad zu schwer zu erklären). Den Kindern hab ich geholfen Karten und ein kleines Fotobuch zu basteln und vorhin haben wir noch Cupcakes und einen Riesen-Chocolate-Chip-Cookie gebacken. Ich musste halt ab 17 Uhr arbeiten heute, weil meine Gasteltern ausgegangen sind. War aber echt entspannter als ich dachte. Das Backen hat prima funktioniert und nach einem Brettspiel sind auch beide brav in ihre Bettchen gegangen.

Ich hab E versprochen, morgen relativ zeitig wach zu sein, um ihm zu helfen, ein Frühstück für seinen Daddy zu machen. Deshalb werd ich nun auch mal in die Falle hüpfen.  Bye bye :)

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Fr

22

Nov

2013

Tag 152: Flashdance!

Ich hatte heute einen freien Tag! Muss dafür morgen zwar arbeiten, aber das ist nicht so dramatisch.

Blöderweise war heute auch noch der Termin für mein Auto zur Durchsicht und da ich ja mittlerweile schon mitbekommen habe, dass die Amis echt nicht die schnellsten sind, plante ich schonmal mindestens einen halben Tag dafür ein. Kam auch fast hin... Mehr als 3 Stunden hab ich da in dem kleinen Wartezimmerchen gehockt, bis alles klar war. Naja, immerhin hab ich jetzt wieder Profil auf meinen Reifen und funktionierende Bremsen. Die klangen in letzter Zeit schon manchmal echt nicht mehr so gut. Ich bin nun auch mit dem zweiten Teil von Harry Potter durch und bei Candy Crush im Level 103. So kann man sich die Zeit vertreiben.

Nachdem mir fast noch die Augen rausgefallen wären, als ich den Preis gesehen habe (Also ich muss es ja nicht bezahlen, aber trotzdem war es heftig. Hab Em die Rechnung gezeigt und sie meinte nur so: "Versteck das lieber irgendwo."), bin ich nur fix nach Hause, um mir was zu Essen einzuschleudern und dann weiter zu Target und Michaels. Mittlerweile habe ich alle Geschenke für Hanukkah und die anstehenden Geburtstage zusammen! Eine große Sorge weniger :)
Gegen 17 Uhr hab ich mit Marie einen Abstecher in unser Lieblingscafé in Ardmore gemacht, um uns für das anstehende Event nochmal etwas aufzumuntern und bei Jules war noch ein Stück Pizza drin zum Abendbrot.

Und daaaann ging es endlich rein nach Philly und zum Kimmel Center, bzw. der Academy of Music, wo das Musical stattfand, für das wir uns richtig gute Karten für 100 Dollar geleistet hatten. Wir saßen in der ersten Reihe im inneren Balkon und hatten perfekte Sicht auf die Bühne! Die Kostüme waren richtig cool und die Musik ja sowieso; schön die ganzen 80er rausgeholt! Hier ist mal ein kleiner Einblick: (http://www.youtube.com/watch?v=i3fqfRXC0vM) War alles echt professionell, sowas sollte man sich viel viel öfter anschauen. Mein neuer Wunsch ist König der Löwen am Broadway in New York zu schauen. Mal gucken, ob ich mir das mal leisten werde zu Weihnachten oder so. :)

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Do

21

Nov

2013

Tag 151: Man kann tatsächlich SEHEN, wie die Zeit vergangen ist

 

 

Ich hatte ja vor 'ner Weile mal ein Foto von unseren beiden Miezen gepostet.

Hier ist mal ein kleines Update was aus unserem Kater"chen" geworden ist. Ein schönes dickes Fellknäuel, hahaha. Wenn ich nicht gerade dieses alte Foto vom Sommer gefunden hätte, wäre mir irgendwie gar nicht aufgefallen, wie extrem anders er jetzt einfach aussieht.

Eine völlig andere Katze, schon witzig.

 

 


Naja, das war's dann eigentlich auch schon zu meinem heutigen Beitrag. Gibt nicht so viel zu berichten; ich hab erst 15 Uhr angefangen zu arbeiten und war mittags beim Zumba (was sich heut im Übrigen nicht so gelohnt hat).

Morgen hab ich frei, yippie! :) 

 

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Mi

20

Nov

2013

Tag 150: Food Art - Klappe die 2.

Heute war nur Zeit für den Nachmittags-Snack. Aber immerhin; es geht auch mal auf die gesunde Art und Weise ohne Gemecker! ;) Von diesem einen zufriedenstellenden Ereignis abgesehen, war mein Tag auch so ziemlich gut. Marie hatte mich noch zu einem zweiten Frühstück eingeladen, nachdem ich G weggebracht habe. Ihre Hostmum hat sich letztens son Crepe-Maker gekauft und das konnte ich mir ja nicht entgehen lassen. War auch echt genau so wie die von den Ständen auf dem Weihnachtsmarkt oder Stadtfest oder so. Also eigentlich super simpel und damit verdienen sich manche ne goldene Nase. Wir waren dann mittags beim Yoga und dann hab ich mich nochmal ein Stündchen hingehauen, bevor ich die Kleine wieder abholen musste. Leider war es nachmittags nicht mehr so schön, um rauszugehen. Deshalb haben wir ganz viele Brettspiele gespielt und E hat sogar sein eigenes gebastelt. Ach ich bin so froh, dass ich meine Kids immer mit sonem kreativen Zeug beschäftigen kann. Da wird die Winterzeit, in der wir ja höchstwahrscheinlich täglich drinnen gefangen sein werden, hoffentlich nicht so schlimm. :)

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Di

19

Nov

2013

Tag 149: Ein freies Bett in Mexico

Ich habe mich heute Mittag mit einem neuen Au Pair aus Penn Valley getroffen. Also sie ist schon seit 2 Monaten hier, aber ich weiß erst seit gestern von ihrer Existenz. Sie hat mich auf Facebook gefunden über so eine AP-Gruppe und wir hatten uns dann gleich für heute ein Date ausgemacht. Ihr Name ist Paula und sie kommt aus Mexico. Haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden; ist eine ganz Liebe. Es ging um Gott und die Welt und sie meinte, sie sei so neidisch auf mich, dass ich in Europa lebe und dass sie auch unbedingt mal nach Deutschland will. Hab ihr angeboten, dass sie mich jederzeit besuchen kann und daraufhin hat sie mir gesagt, sie hätte auch immer ein freies Plätzchen für mich, falls es mich mal nach Mexico zieht. Haha, na wer weiß, man muss sich ja alle Gelegenheiten offen halten!

Ich habe ansonsten noch ein paar Erledigungen gemacht und nachmittags hatte ich ja nur E; war recht entspannt eigentlich. ;)

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Mo

18

Nov

2013

Tag 148: Mail from home

Ich hab in letzter Zeit so viel Post von Zuhause gekriegt und freu mich jedes Mal riesig, wenn in unserem vollgestopften Briefkasten irgendetwas für mich dabei ist! Die Amis kriegen nämlich jeden Tag haufenweise Umschläge, Kataloge und Werbung; das meiste wandert bei uns sofort in den Müll. Umso größer ist die Überraschung, wenn ich doch mal irgendetwas rausfischen kann, was an mich adressiert ist. Also hier der Aufruf, an alle: Schreibt mir doch mal! :)

(Meine Adresse: 609 Braeburn Lane, 19072 Penn Valley, PA …ich werd das demnächst wieder rausnehmen, also speichert es Euch irgendwo ab, falls ihr denkt, ihr könntet irgendwann mal das Bedürfnis haben, eine Karte / einen Brief in’s Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu schicken). Ich investiere auch $1,10 für eine Antwort, versprochen!

 

Davon abgesehen war heute ein regulärer Montag. Lest euch die letzten 5 Montage durch, dann wisst ihr Bescheid. ;)

 

Ich grüße alle, die immer noch fleißig meinen Blog verfolgen. Freut mich echt, dass ihr das Durchhaltevermögen habt und regelmäßig vorbeischaut. Ab und zu geben sich ja auch mal ein paar Leser zu erkennen, von denen ich gar nicht erwartet hätte, dass sie überhaupt hiervon wissen. Danke jedenfalls an alle! Und wenn ihr irgendwelche Fragen habt oder Dinge, die euch interessieren würden, lasst doch einfach ein Kommentar da. ;)

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So

17

Nov

2013

Tag 147: Käffchen & Kino

Da wir es ja am Freitag alle nicht mehr bis in's Kino geschafft haben, musste das natürlich noch nachgeholt werden. Die Truppe war heute allerdings eine etwas andere. Zuerst hab ich mich mit Marie, Heidi, Sara und Lina in unserem Stammcafé in Wayne getroffen, um ein bisschen zu schnacken und typische Au Pair Geschichten auszutauschen.

Heidi und Lina mussten aber schon eher weg und so sind wir drei restlichen Mädels dann nebenan in's Kino gegangen, um "Captain Phillips" zu schauen. Es geht um den Kapitän des US Containerschiffs Maersk Alabama, welches von Piraten vor der Küste Somalias gekapert wird. Der Film beruht ja auf einer wahren Begebenheit, die sich im April 2009 zugetragen hat und ist absolut empfehlenswert! Wahnsinnig gute Schauspieler und eine super Kameraführung. Sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen!

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Sa

16

Nov

2013

Tag 146: Wie die VIPs !

Heute war ich bei meinem ersten Football Game. Zwar hab ich nicht die Eagles gesehen, dafür aber die Temple Owls, was die College-Mannschaft der Tempel University von Philadelphia ist. Ich hab mich ja bisher noch nie so besonders mit Football auseinander gesetzt, aber durch E kenne ich schon so ein paar Begriffe und hatte eine ungefähre Vorstellung von den groben Regeln. Dank Maries Hostmum, die uns die Tickets einfach mal so geschenkt hat, haben wir quasi die perfekten Plätze gehabt. Beheizte Club Lounge mit einer top Sicht auf das Spielfeld! Wir haben uns gefühlt wie VIPs. Ich möchte auch gar nicht wissen, was so eine Karte eigentlich kostet.

Ein Football Game hat 4 Quarter mit je 15 Minuten. Das ganze Spiel dauerte letztendlich aber 4 Stunden, weil es ständig irgendwelche Time Outs, Spielerwechsel und Taktikbesprechungen gibt. Man hat das Gefühl, der Ball ist vielleicht insgesamt 10 Minuten im Spiel. Aber während dieser kleinen Breaks zwischendurch gibt es auch genug andere Dinge zur Unterhaltung. Die gesamte Zeit über springen Cheerleader am Feldrand herum und auf der einen Tribüne steht ein Riesen Blasorchester mit bestimmt 100 Leuten (wenn nicht mehr), das wirklich richtig gut Stimmung gemacht hat! In der Halbzeitpause gab es eine große Show aus beiden zusammen. War verdammt professionell und richtig schön mit anzusehen, weil die Leute mit ihren Instrumenten nicht nur steif dastanden, sondern Worte und Muster gebildet haben, während sie brand-aktuelle Songs trällerten. Und die Cheerleader waren eh die coolsten mit ihren Pompons!

Ansonsten werden ständig Leute aus dem Publikum auf der Leinwand eingeblendet. Manchmal legen die einen Rahmen da rum von wegen "Smooch-Cam" (also Knutsch-Kamera) und dann werden so vermeintliche Pärchen eingeblendet, die sich zum Vergnügen aller überschwänglich küssen oder die Cutie-Pie Cam (ugs. für "süßer Fratz"), bei der die Kamera auf kleine schnuckliche Mädchen oder Jungen gehalten wird und sich das Publikum von einem "Ooooooh" ins nächste stürzt, weil ein Kind niedlicher ist als das nächste. Zum Spaß blenden die dann ab und zu zwischen den ganzen Zwergen mal nen grimmig aussehenden Herren ein, um ihm (und natürlich auch dem Rest) ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, haha. Also es wurde, wider Erwarten, nicht langweilig und war quasi bis zur allerletzten Sekunde spannend, weil die beiden Mannschaften (der Gegner der Owls war übrigens eine College-Mannschaft aus Florida) immer ziemlich gleich auf waren. Leider hat Temple am Ende verloren, aber gelohnt hat es sich trotzdem allemal! War ne ziemlich coole und vor allem echt amerikanische Erfahrung. Das gibt wieder ein Häkchen auf der Bucket List!

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Fr

15

Nov

2013

Tag 145: Bye bye, Führerschein...

Keine Sorge, ich hab keine rote Ampel überfahren oder bin mit 60 mph durch ’ne Fußgängerzone gedüst. Ich war ja heute erneut bei der Führerscheinstelle und habe nun eine amerikanische ID bekommen (die Amis besitzen so was wie einen Personalausweis nicht, die Driver’s Liscence ist gleichzeitig ihr Ausweis; momentan ist das aber noch eine vorübergehende, die richtige wird mir in den nächsten Tagen per Post zugeschickt, dann mach ich mal ein Foto davon). Im Gegenzug musste ich aber meinen deutschen Führerschein abgeben, der nun angeblich nach Flensburg geschickt wird. Naja, laut den Geschichten, die ich von anderen Au Pairs gehört habe, krieg ich den wieder zu Gesicht. Ich weiß also schon, wofür ich die ersten 43,40€ in Deutschland investieren werde, sobald ich zurück bin. Klasse.

Ansonsten habe ich mal wieder ganze 2 Stunden heute gearbeitet. Von 7-9. Nachdem ich am frühen Vormittag aus dem Driver’s Liscence Center raus war, hab ich mich gleich auf den Weg in die King of Prussia Mall gemacht, wo ich mich mit Marie und Heidi getroffen habe. Mein Vorrat an warmen Sachen ist nun etwas aufgestockt und ich hab richtig gute Stiefel für schlappe 49 Dollar gekauft. Das hat mich sehr glücklich gemacht!

Wir waren erst am späten Nachmittag wieder zurück. Ich musste noch einen Riesenberg Wäsche zusammenlegen und hab nebenbei mit den anderen Mädels eine Abendplanung aufgestellt, die letztendlich doch mehr oder weniger über den Haufen geworfen wurde. Wir wollten halt Abendbrot essen gehen und dann noch in’s Kino, aber es war definitiv ein Fehler, Freitag Abend zur Cheesecake Factory zu fahren… Wir mussten fast eineinhalb Stunden (!!!) auf einen Tisch warten und nach dem Essen hatte irgendwie keiner mehr Motivation, einen Film zu schauen. Schlafen ist die bessere Option. Ich mach jetzt auch das Licht aus, gut Nacht!

 

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Do

14

Nov

2013

Tag 144: Endlich mal ein Dinner ohne Proteste!

 

Mein Arbeitstag hat heute um 15 Uhr begonnen. Sehr entspannt! Ich war vormittags mit Marie bei Target und Michaels. Ich hab ein paar Geschenke für die anstehenden Geburtstage bzw. für Hanukkah besorgt und anderen Krimskrams gekauft.

Nachmittags hab ich mit den Kindern stundenlang gebastelt und plötzlich war es schon 18 Uhr. Nur gut, dass ich das Abendbrot schon vorbereitet hatte! Und es ist wirklich wahr; das Auge isst mit. Ich hab noch nie so leere Teller gesehen wie heute und auch den Satz „I looooove today’s dinner!“ hörte ich zum ersten Mal aus E’s Munde. Also hatte sich die Arbeit immerhin gelohnt und es hat auch wieder meine Ansicht bestätigt, dass man abends nicht zwangsläufig eine warme Mahlzeit benötigt. ;)

 

 

Ach und noch eine Neuigkeit! Der Typ von der Führerscheinstelle hat mich doch tatsächlich heute Mittag zurückgerufen und mir erklärt, dass alles in Ordnung ist und ich nun nochmal wiederkommen kann, um alles zum Abschluss zu bringen. Hatte ja eigentlich schon nicht mehr dran geglaubt, haha.

__________________________

& by the way: 250 Tage noch!!

 

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Mi

13

Nov

2013

Tag 143: A lot going on

Es scheint wohl doch kein Phänomen zu sein, dass es zum Ende des Jahres immer stressig wird. Ich dachte eigentlich, weg von der Schule und in einem anderen Land mit einem anderen Leben, könnte es anders sein; doch ich habe mich getäuscht.

Dieses Jahr hat noch ziemlich genau 7 Wochen von heute an und die dazugehörigen Wochenenden sind bis auf 1 oder 2 irgendwie schon ziemlich durchgeplant und vollgepackt mit irgendwelchen Terminen (Flashdance-Musical nächsten Freitag und in der Woche drauf steh Black Friday an!!), Geburtstagen (alle in meiner Gastfamilie, bis auf E), Feiertagen (Thanksgiving und Hanukkah kommen in 2 Wochen), Ausflügen (Marie und ich wollen in der Vorweihnachtszeit eigentlich nochmal nach NYC), usw.

An sich ist es aber größtenteils positiver Stress und ich bin wahnsinnig froh, dass ich mich gerade nicht mehr so wie letztes Jahr mit irgendwelchen Vorabi-Klausuren belasten muss.

 

Mein Tag war ganz gut soweit. Hatte einen üblichen Morgen, mittags war ich beim Yoga und dann musste ich nur nochmal von 15 bis 17 Uhr arbeiten, weil meine Gasteltern beide schon so zeitig zu Hause waren.

 

Heute war es wieder saukalt, ich brauch dringend wärmere Schuhe und ne vernünftige Jacke!

Mittlerweile haben die meisten Bäume auch schon keine Blätter mehr. Aber so kahl hat es auch irgendwas. Als die Sonne heute unterging, war der gesamte Himmel pink, aber irgendwie nur für 2 Minuten, denn als ich meine Kamera geholt hatte, war schon wieder fast alles vorbei. Das Foto hat trotzdem was find ich :)

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Di

12

Nov

2013

Tag 142: Führerscheinstelle - Klappe die 2. ! (Und noch kein Ende in Sicht...)

Ich konnt’s nicht fassen; als ich heute Morgen um Sieben das Rollo von meinem Fenster hochgezogen habe, sah ich doch tatsächlich fette weiße Schneeflocken gegen die Scheibe klatschen. Zum Glück war es nicht kalt genug, damit das Zeug liegen bleibt. Das hätte ja auch noch gefehlt, Anfang November hier noch 20° und nichtmal zwei Wochen später bricht der Winter aus.

Es hat dann am frühen Vormittag auch wieder aufgehört und so stand meinem erneuten Trip zum Driver’s Liscence Center in Media nichts mehr im Wege. Heute hab ich sogar nur eine halbe Stunde warten müssen und ich hatte zufälligerweise wieder den gleichen Sachbearbeiter. Er konnte sich auch an mich erinnern und hat meine Unterlagen sogar nach einer kleinen Suchaktion wiedergefunden. Er meinte, er versucht rauszufinden, was da schiefgegangen ist und ruft mich bis zum Ende des heutigen Tages zurück. Tja, Pusteblume. Es ist 21 Uhr und nichts rührte sich. Das geht mir schon wieder richtig auf die Nerven. Ich seh mich da schon ein drittes Mal hinfahren…

Gegen 11 Uhr war ich dann sogar schon wieder zu Hause und Marie kam rüber, um „The Hobbit“ zu Ende zu schauen. Ansonsten hab ich noch ein paar Besorgungen gemacht und ein bisschen gelesen bis E kurz vor 4 vom Bus kam. Ich hatte ein Arbeitsblatt vorbereitet zu all den Sachen der Notenlehre, die wir bisher besprochen haben und das hat er auch bravourös (Mir ist noch nie aufgefallen, wie komisch dieses Wort aussieht) gelöst! Ein bisschen Keyboardgespielt haben wir am Ende auch noch, aber ich hab das Gefühl, dass ihm der ganze Theorieteil viel mehr Spaß macht als die Praxis. Muss ich mir noch irgendetwas einfallen lassen, um das interessanter zu gestalten.

Den Rest des Nachmittags haben wir draußen in der Eiseskälte mit Football-Spielen verbracht. Nachdem mir dann schon fast die Finger abgefallen sind, kamen Em und G auch endlich vom Ballett nach Hause, was für mich Feierabend bedeutete. Jetzt sitz ich mit Marie in meinem Bett und wir schauen mal wieder Ravenswood.

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Mo

11

Nov

2013

Tag 141: Montagsmüdigkeit

Ich glaube ich brauch montags nicht mehr bloggen... Ich habe das Gefühl, es ist immer das gleiche Geseier, haha. Also wie üblich hatte ich halt früh und nachmittags die Kids und dazwischen kam Red Hot Dance, Einkaufen und Kochen – alles begleitet von Dauermüdigkeit.

 

Achso, eine Neuigkeit gibt's doch noch: Es soll morgen schneien

- na klasse.

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So

10

Nov

2013

Tag 140: Zwanzig Wochen USA!

Ich wollte ja über das Zeit-Vergehen-Thema nicht mehr philosophieren. Eigentlich hab ich nur einen geeigneten Titel für heute gesucht, weil im Prinzip nischt los war.
Hab den ganzen Tag im Bett gegammelt und gelesen. Gegen 3 hab ich mal nen kleinen Spaziergang mit Marie gemacht, aber das war's dann auch schon. Ich geh glaub ich auch gleich wieder in's Bett.

 

Achso, Marie hat noch'n cooles Video gefunden von der Zombie-Truppe gestern. Den Tanz haben wir auch gesehen ganz zum Schluss. Höchstwahrscheinlich könnt ihr es eh nicht angucken, aber einen Versuch ist es ja wert: http://www.youtube.com/watch?v=bk-PioW_zZQ

(Ansonsten probiert's mal über hidemyass.com)

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Sa

09

Nov

2013

Tag 139: Terror behind the Walls!

Am Tage ist nicht so viel passiert. Ich habe erstmal bis Mittag geschlafen. Marie kam irgendwann rüber, wir haben angefangen „The Hobbit“ zu schauen und Schokopudding gekocht. Später sind wir noch bei Starbucks Kaffee trinken und hier im Ort Abendbrot essen gewesen und daaaaaaann war es endlich Zeit, nach Philly reinzufahren. Nach einer vergeblichen Suche der Bushaltestelle für die Linie 48, die letztendlich damit geendet hat, dass wir uns ein Taxi genommen haben, standen wir vor’m Eastern State Penetentiary; einem ehemaligen Gefängnis von Philadelphia. Dieses Gelände verwandelt sich jedes Jahr zur Halloween-Zeit in eine riesige Gruselkammer und heute zum Saison-Abschluss gab es ein besonderes Special („Lights off“), bei dem man komplett im Dunkeln durchgehen, nur mit einem Knicklicht bewaffnet, durchgehen muss. Wir haben lange überlegt, ob wir das wirklich machen sollen und waren uns bis zur letzten Sekunde, bevor es reinging, nicht sicher, warum wir uns das eigentlich antun. Schon als wir an der lange Schlange vorm Eingang standen, kamen alle paar Minuten von hinten richtig gruselige Typen angeschlichen, die dann mit einem ekelhaften Knurren auf sich aufmerksam gemacht haben und im nächsten Moment dreht man sich um und sieht einfach nur so ein abartiges Gesicht ganz nah an seinem eigenen. Immerhin dürfen diese Kreaturen einen nicht anfassen, es sei denn man trägt freiwillig so ein rotes Knicklicht um seinen Hals. Diese Entscheidung kann man kurz vorm Eingang treffen, aber nachdem ich von den blutigen und einäugigen Monstern schon halb zu Tode erschreckt wurde, bevor es überhaupt losging, habe ich mir das dann doch lieber erspart.

Man wird am Einlass in Gruppen eingeteilt (wenn man nicht eh schon als Gruppe da anreist) und wir beide kamen zu einem Mann, der ganz allein da war. Es hat sich dann herausgestellt, dass er vor zwei Jahren selbst mal da als „Schauspieler“ gearbeitet hat. Ich war so froh, dass wir ihn bei uns hatten! Er ist vorgegangen, Marie und ich händchenhaltend hinterher.

Es war einfach purer Nervenkitzel!! Man hat die meiste Zeit sogut wie nichts gesehen (Wir haben übrigens auch nur ein Knicklicht pro Gruppe bekommen, statt jeder eins) und hatte ständig Angst, dass jede Sekunde hinter der nächsten Ecke wieder jemand lauert, der dich erschreckt. Aber die Monster warteten nicht nur hinter Abbiegungen; sie kamen aus unerwarteten Löchern in den Wänden oder aus dem Boden oder auch einfach mal aus dem Nichts. Das Allerschlimmste war so ein Gang, in dem wir liefen und da wir immer auf das fixiert waren, was vor uns kommt, bemerkten wir gar nicht, wie plötzlich ein Typ mit ’ner Kettensäge hinter uns auftaucht und uns verfolgt. Man hat sich gefühlt, wie in sonem schlechten Horrorfilm. Man kann in dem Moment einfach nicht einblenden, dass man eigentlich weiß, dass das alles nicht echt ist. Wir haben nur noch einen Todesschrei ausgestoßen und sind um unser Leben gerannt… Gleich in die Arme vom nächsten Biest, das schon hinter der Kurve auf uns gewartet hat. Schrecklich! Aber es ist halt immer nur diese Schrecksekunde und im nächsten Moment muss man richtig loslachen.
Ich muss sagen, es war gleichzeitig das Schlimmste und das Beste, was ich je erlebt habe. So ein Adrenalinkick! Dafür haben sich die 30 Dollar echt gelohnt. Ich verlinke euch mal hier die Website davon, da kann man sich Videos von den einzelnen Attraktionen anschauen. Insgesamt waren wir länger als eineinhalb Stunden da, wenn man alle Wartezeiten mitrechnet. Es war aber auch gut, zwischen den einzelnen Dingern kleine Pausen zu haben, um erstmal wieder runterzukommen. Ganz am Schluss haben wir noch das Foto abgeholt, was wir am Anfang gemacht haben und dann sind wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach Hause gefahren. :)

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Fr

08

Nov

2013

Tag 138: Ein bisschen Arbeit, Chinesisch und die amerikanische Jugend hautnah

Heute war wieder richtig chillig. Ich hab früh wie immer bis 9 gearbeitet und bin dann mit Marie gleich zum Red Hot Dance gefahren. Hier zu Hause hatte ich dann noch die Küche und die Betten vor mir, aber das war auch relativ fix erledigt. E kam wieder gegen 1 Uhr aus der Schule, weil heute eben nochmal half day war. Aber Em kam schon eine Stunde später nach Hause und hat sich den Rest des Tages gekümmert. Ich hab erstmal ’ne Runde Mittagsschlaf gehalten und noch ein bisschen Harry Potter gelesen. Später als die Kinder im Bett waren, saß ich mit meinen Gasteltern noch im Wohnzimmer und wir haben angefangen einen Film zu schauen. Es gibt hier so eine Funktion am Fernseher, die nennt sich „on demand“ (also quasi so was wie „auf Anfrage“) und da gibt es so viele Filme und Serien, die man einfach umsonst schauen kann. Wenn man keine Lust auf das aktuelle Programm hat, sucht man sich eben das aus, was einem gefällt. ;)

Ich musste dann aber mittendrin los, weil ich noch mit Lina, Desi und Maria (die Festival-Truppe) zum Essen verabredet war. Wir sind in ein richtig schickes chinesisches Restaurant gegangen und mein Krebsfleisch-Mango-Salat sah auch aus wie aus sonem 5-Sterne Restaurant. Am Ende war es auch etwas teurer, aber ab und zu kann man sich so was ja auch mal gönnen, das Auge isst schließlich mit!

Im Anschluss sind wir zu so einer College-Party gegangen. Sowas findet hier jedes Wochenende in irgendwelchen Studentenbuden statt. Da wird dann einfach alles beiseite gestellt, was verschiebbar ist und dann kommen eben so um die 50 / 60 Jugendlichen (davon wahrscheinlich fast alle under-aged, also jünger als 21) und nutzen ihre Chance, Alkohol (in nicht gerade geringen Mengen) zu konsumieren. Natürlich sind auch überall die typischen roten Plastikbecher am Start und es gibt immer einen, der alle von draußen wieder reinscheucht, weil die ja ständig Angst haben müssen, dass die Polizei davon Wind kriegt.

Das Lustige war, dass sich das irgendwann rumgesprochen hatte, dass wir da sind und immer mal wieder welche vorbeikamen und meinten „Ach ihr seid also die deutschen Mädels“. Die sind auch unheimlich fasziniert von unserer Geschichte und finden das alle total cool, dass wir einfach so für ein ganzes Jahr allein in ein fremdes Land gehen. Und den meisten fallen auch halb die Augen aus, wenn wir erzählen, dass man in Deutschland geringprozentigen Alkohol mit 16 Jahren trinken darf und auch schon feiern gehen kann. Für die Jugend hier sind diese House Partys echt die einzige Möglichkeit, mal rauszukommen. War schon aufregend, das mal miterlebt zu haben, aber tauschen wollen würde ich definitiv nicht. ;)

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Do

07

Nov

2013

Tag 137: Da weiß man, was man hat!

Heute ist mal wieder alles normal. Nach den zwei anstrengenden Tagen merkt man echt, wie gut man es eigentlich hat mit den sonst üblichen 6 Stunden Freizeit. Ich hatte viel Zeugs am Computer zu erledigen, hab Abendbrot vorbereitet (gefüllte Zucchini und gebackene Tomaten mit Reis) und mal wieder mit ein paar Leuten geskyped. Videotelefonie ist so eine großartige Erfindung! Eigentlich hat man gar nicht das Gefühl, dass man so weit weg ist. :)

Nachmittags haben wir eigentlich die ganze Zeit nur gemalt. Ich hab die beiden noch unter die Dusche gesteckt und dann gab es auch schon Dinner. Später sind Marie und ich zum Fro-Yo nach Wynnewood gefahren, wo wir uns mit Karsten und noch zwei anderen Au Pairs getroffen haben. Die haben aber 21 Uhr dann geschlossen und das einzige, was noch offen hatte, war Starbucks. Da Kaffee allerdings um die Uhrzeit nicht mehr so die beste Idee ist, haben wir uns alle nur noch einen Tee geholt und Quizduell miteinander gespielt.

Jetzt ist es schon wieder kurz nach 11. Morgen nochmal zeitig raus und dann ist schon wieder Wochenende, juchu!! :)

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Mi

06

Nov

2013

Tag 136: Forgotten

Mittlerweile ist es ja schon drei Wochen her, dass ich bei diesem dämlichen Driver’s Liscence Center in Media war und der Typ hatte mir ja eigentlich versprochen, dass es nur ca. eine Woche dauern sollte, bis die eine Antwort aus Deutschland haben bezüglich der Gültigkeit meines Führerscheins und ich dann eben einen Rückruf bekomme. Tja, bisher hat sich nichts getan. Also hab ich da heute mal angerufen und nachgefragt, wie es denn so aussieht. Da sagt mir sone Tante am andern Ende doch einfach ganz frech, dass da nie etwas zurückkam und ich wahrscheinlich irgendwo vergessen wurde. Nun darf ich den ganzen Spaß nochmal machen, schönen Dank auch. Nichtmal eine Entschuldigung war drin. Geht’s?  

 

Ansonsten gab es auch nichts weiter Erwähnenswertes. E hatte halt nur halbtags Schule und ich war eben erst 2 Stündchen mit ihm allein und ab 15 Uhr dann mit beiden. Naja, gab schon bessere Tage, aber was soll’s.

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Di

05

Nov

2013

Tag 135: Never ending day

 Heute ist mal wieder einer der unnötigsten Feiertage hier überhaupt: Election Day (=Wahltag). Also mal zu allererst: Gewählt wurde hier eigentlich niemand Wichtiges, zumindest nicht hier in Pennsylvania. Meine Gasteltern sind nichtmal gegangen. So und zweitens: Warum zur Hölle müssen die Kinder an so einem Tag schulfrei kriegen?  

Oh Mann, der Tag hat sich auch echt langgezogen wie’n alter Kaugummi. Marie und ich haben nachmittags mal kurz kommuniziert, uns gegenseitig bemitleidet und gewundert, wie wir die Sommerferien ohne Camp überstanden haben.

Aber nochmal auf Anfang: Der Morgen fühlte sich schon ewig an, weil die Kinder schon wieder super zeitig wach waren. Durch die Zeitumstellung wird es ja jetzt schon gegen 6 hell und die zwei sind eh nicht so die Langschläfer.

Gegen halb 10 bin ich mit meinen Kids und Cherry + ihre beiden Mädels zu Chuck E Cheese (dieses Kinder-Casino) gefahren. Wir haben da immerhin ein paar Stunden rumgekriegt, noch Pizza zum Mittag gegessen und waren 13.30 Uhr wieder hier. Nachmittags haben wir ungefähr alle Brettspiele ausprobiert, die wir im Schrank finden konnten und G musste ja später dann noch zum Ballett. E hat einen Teil seiner Hausaufgaben erledigt. Es gibt immer einen Writing-Part (Diesmal sollen sie zum Beispiel über ihr Lieblingstier schreiben), aber es ist nicht erlaubt, die Rechtschreibung zu kontrollieren bzw. das Kind zu berichtigen. Welchen Sinn das hat, habe ich noch nicht herausgefunden, aber das amerikanische Schulsystem ist ja eh ein wenig speziell. Ansonsten haben wir noch fast eine Stunde lang Basketball draußen gespielt und 17.30 Uhr hatte ich endlich endlich endlich Feierabend. Ich bewundere alle Au Pairs, die jeden Tag die vollen 10 Stunden arbeiten müssen. Ein Hoch auf Schulkinder!

Marie war bis gerade auch noch hier, weil wir wieder Ravenswood zusammen geschaut haben.

Es ist jetzt kurz nach 21 Uhr und ich fühl mich wie um Mitternacht. Ab in die Koje!

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Mo

04

Nov

2013

Tag 134: Ein paar Vorfreuden schaffen

Diese Woche wird anstrengend. Morgen haben beide Kinder frei und E hat übermorgen sowie Freitag jeweils nur bis mittags Schule. Eigentlich wollte ich mir heute überlegen, was wir so anstellen können an den Tagen, aber meine Freizeit verging so schnell. Dabei war ich heute nicht mal beim Red Hot Dance. Nur einkaufen und stundenlang geskyped mit Freunden und meinen Eltern. Zwischendurch war ich mal ein halbes Stündchen drüben bei Marie. Wir haben uns jetzt Tickets für das Musical "Flashdance" gekauft, welches hier in zweieinhalb Wochen für ein paar Tage laufen wird. Und auch für diese Woche Samstag gibt es nun ein Highlight. Wir gehen zu "Terror behind the Walls" - eine Art riesige Gruselkammer in einem Gefängnis in Philly. Zum Saisonabschluss findet dort nämlich eine besonders unheimliche Tour in absoluter Dunkelheit statt. Ich habe jetzt schon Todesangst, aber wenn ich das verpassen würde, bereue ich das auch hundertpro. Muss man ja alles mal mitgemacht haben!

 

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So

03

Nov

2013

Tag 133: Ausflug in die Vergangenheit

Marie, Lina (eine Schwedin aus dem nächsten Ort) und ich sind heute Morgen Richtung Lancaster aufgebrochen. Dort befindet sich nämlich ein sogenanntes „Amish Village“, also ein Dorf, in dem Amish People leben. Diese stammen ursprünglich zum Großteil von Südwestdeutschen bzw. Deutschschweizern und sind bekannt dafür, dass sie fast jeglichen technischen Fortschritt ablehnen. So führen sie ihr Leben tatsächlich, ohne an das Stromnetz angeschlossen zu sein. Es klingt unglaublich, ist aber wahr. Kein Fernseher, kein Computer (geschweigedenn Internet), kein Telefon, nichts. Geheizt wird mit Holz und Lampen sowie der Kühlschrank funktionieren mit Gas. Alle 2-3 Meilen gibt es eine Telefonbox, die von den Bewohnern benutzt werden kann, um Anrufe zu tätigen. Wenn allerdings jemand anders sie erreichen will, können diejenigen nur eine Nachricht hinterlassen auf dem Anrufbeantworter, die die Leute dann von Zeit zu Zeit abhören gehen.

Die Amish People dürfen außerdem kein Auto fahren, weswegen sie sich in Pferdekutschen fortbewegen. Diese sind dort ein vollkommen akzeptiertes Fortbewegungsmittel und niemand (außer vielleicht wir Touris) guckt blöd, wenn neben dir an der Kreuzung ein Pferd steht, an dem ein kleiner Wagen befestigt ist, in dem bis zu 4 Leute sitzen, die definitiv aussehen als wären sie aus dem 18. Jahrhundert entsprungen. Viele Leute sind auch einfach nur zu Fuß unterwegs oder auf einem Roller, welcher aussieht wie ein Fahrrad, nur dass anstelle des Sattels eine Fläche für den Fuß ist. Fahrräder dürfen die Kinder dort nicht haben, weil es sie zu weit weg von ihrem Zuhause bringen könnte. Es gibt noch weitere seltsame Regeln: Die Haare der Mädchen werden NIE geschnitten. Amish darf nur mit Amish verheiratet werden. Sobald die Männer verheiratet sind, dürfen sie ihren Bart nicht mehr rasieren. Wenn man einmal verheiratet ist, muss man bis zum Ende seines Lebens mit dem anderen zusammen bleiben; Scheidung ist verboten. Eine Amish Family muss mindestens 6-8 Kinder haben. Die Kinder werden normalerweise alle zu Hause geboren. Es werden niemals Fotos gemacht und schon gar nicht im Haus aufgehängt (das gilt in ihren Augen als Zeichen von Stolz und Gott würde das nicht akzeptieren). Die Kleidung muss einfarbig und ohne jeglichen Schnickschnack sein; nichtmal Knöpfe sind erlaubt, denn das wäre ja auch eine Art „Deko“, die ihrer Meinung nach unnötig ist. Genau so wird man auch in keinem Amish House Vorhänge finden, weil sie eben auch keinem Zweck dienen. Stattdessen hat man grüne Rollos an den Fenstern, die im Sommer vor Hitze schützen, denn eine Klimaanlage ohne Strom ist quasi genau so hilfreich wie ein Pullover im Hochsommer.

 

Äußerst interessant ist auch ihre Sprache. Zu Hause sprechen sie ein sogenanntes Pennsylvanian Dutch, das ist eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Holländisch. Sie lernen in der Schule aber auch „richtiges“ Englisch und sogar Hochdeutsch!! Anlässe wie Hochzeiten, Beerdigungen und Gottesdienste werden nämlich in Deutsch abgehalten.

 

Wie ich ja schon erwähnt habe, dürfen sie selbst kein Auto fahren. Mitfahren ist allerdings erlaubt (auch in Bussen, Zügen, etc.). Was sie aber nicht tun sollten, ist fliegen. Das geht nur in äußersten medizinischen Notfällen. Doch Amish People haben keine Versicherung; ihre Versicherung ist die Kirche (dorthin zahlen sie regelmäßig Geld ein).

 

Verdienen tun sie dieses Geld übrigens alle durch eigene Unternehmen. Meist natürlich landwirtschaftlich. Man muss beachten, dass diese Leute tatsächlich noch die alten Geräte benutzen (Traktorfahren ist ja verboten) und ihre Felder wirklich noch mit Hand bearbeiten.

Energie, die für Dinge wie beispielsweise zur Kühlhaltung von Frischmilch der Kühe benötigt wird, muss aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Man findet also auf den Farmen überall Solarzellen und kleine Windräder.

 

Wir haben da mittags so eine Bustour gemacht, die uns eineinhalb Stunden lang durch den Ort geführt hat. Es fühlte sich wirklich an wie in einer anderen Welt; auf den Straßen sind kleine Pferdekutschen unterwegs; Familien, die gerade aus der Kirche kamen, liefen wieder nach Hause und neben uralten Pflügen grasten Kühe auf einer Weide.

Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was die über uns so denken. Und was sie vor allem auch von sich selbst halten. Ich mein, letztendlich sind die Menschen ja damit aufgewachsen und kennen es halt so. Aber in dem Ort wohnen ja trotzdem auch „Englisch People“, wie sie sie nennen… Quasi alles, was nicht Amish ist, also „normale“ Amerikaner. Es gibt wohl auch viele Amish People, die mit English Familys befreundet sind und daher einen Einblick kriegen, wie ein anderes Leben aussehen könnte. Bis zum 17. Lebensjahr kann man anscheinend auch aus dieser Gemeinschaft austreten, ohne dass man damit einen Familienstreit auslöst und für immer verbannt wird. Entscheidet man sich allerdings später, nachdem man der Kirche beigetreten ist, ein normales Leben zu führen, gilt das als Verrat und man sollte sich dort wohl besser nicht nochmal blicken lassen.

 

Nach der Bustour hatten wir noch eine Führung durch ein typisches Amish House bzw. konnten wir auf der Farm herumlaufen, auf dem es auch zwei kleine Geschäfte mit Amish Products gab, einen Stall mit Schweinen, Pferden und Hühnern, sowie ein Modell einer Schule. Diese gibt es auch alle paar Meilen in dem Dorf. Sie bestehen immer nur aus einem Raum mit einer Tafel und 20-30 Plätzen. Eine Lehrerin unterrichtet gleichzeitig Kinder von der 1. bis zur 8. Klasse. Mehr als 8 Jahre dürfen die Kinder hier auch nicht zur Schule gehen; sie könnten also niemals Arzt oder Rechtsanwalt oder sowas werden. Meistens treten sie in das Familienunternehmen vom Großvater mit ein, in dem schon die anderen 50 Enkelkinder arbeiten. Damit wäre immerhin seine Rente gesichtert, wie praktisch. ;)

 

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(Ich lad demnächst noch ein paar Fotos hoch!)

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Sa

02

Nov

2013

Tag 132: 20 Länder auf einem Haufen!

Heute war dann also das große Meeting. Hier zeigte sich tatsächlich mal wieder, dass die Vorurteile über manche Nationalitäten wirklich stimmen. Natürlich waren wir Deutschen eine der ersten Gruppen und konnten uns somit einen guten Tisch sichern. Meine italienische Freundin Laura war mindestens 30 Minuten alleine an ihrem Platz, bis ihre Mitstreiterinnen es auch mal geschafft haben, einzutrudeln. Die Columbianer haben die ganze Zeit über mächtig Stimmung gemacht; rumgetrommelt und gesungen und getanzt; an ihrem Stand war irgendwie immer etwas los. Schade nur, dass man durch ihr Gesinge unsere schöne Weihnachtsmusik gar nicht wahrgenommen hat, die wir über Karstens Laptop abgespielt haben… Naja, was soll’s, unsere Naschereien kamen jedenfalls gut an! Vor allem die gebrannten Mandeln von Marie und der selbst gemachte Punsch von Linda waren der Renner! Aber auch die Kekse gingen gut weg. Da war so ein kleiner blonder Junge, der alle 5 Minuten an unserem Stand vorbeigeschlichen kam und sich einen Spekulatiuskeks stibitzt hat, so süß haha. Wir haben ihm am Ende die restliche Packung geschenkt. :)

Leider waren wir nicht der einzige deutsche Stand, da es hier in der Gegend so viele Au Pairs aus unserem Land gibt und immer nur maximal 6 Leute in einer Gruppe sein durften. Es gab noch einen Karnevals-Stand mit Berlinern und Frikadellen, einen über Süddeutschland und speziell unser Oktoberfest mit Brezeln und so einer Fotowand mit Männchen in Lederhose bzw Weibchen im Dirndl und Löcher bei den Köpfen, sodass man sein eigenes Gesicht durchstecken konnte. Die vierte Gruppe war eine „Deutsche Bäckerei“ mit selbstgemachtem Frankfurter Kranz und Schwarzwälderkirschtorte. Sie haben außerdem selber Vollkornbrot gebacken sowie vor Ort Kartoffelpuffer gebraten und Apfelmus dazu serviert. Alles echt kreativ! Aber die anderen Länder haben auch nette Sachen geboten, wir haben uns in allen Nationen mal so durchgefuttert und traditionelle Speisen ausprobiert. Hat echt super Spaß gemacht und am Ende hat sogar eine von den deutschen Gruppen einen Preis im Wert von 150 Dollar gewonnen (Germany rules! haha). Leider nicht wir, sondern die Oktoberfest-Gruppe. Aber darin bestätigte sich noch ein Vorurteil: Die Amis stehen einfach auf den Lederhosen-Kram. Fragt man einen Amerikaner nach Deutschland, fällt ihm zu 90% zuerst Bayern ein. Aber man kann’s ihnen auch nicht verübeln; ich mein, wenn die Aufgabe lautet: „Stellen Sie sich bitte einen typischen Deutschen aus Brandenburg vor!“, könntet ihr das sicher auch nicht. Wieso sollten wir es also von den Amis erwarten…

Wie auch immer, das war defintiv eins der coolsten Au Pair Treffen bisher und ich freu mich auch schon auf das nächste: Da gehen wir nämlich auf einen richtigen Weihnachtsmarkt… den German Christmas Market in Philadelphia!!

 

Ich muss heute Abend ausnahmsweise arbeiten, weil meine Gasteltern zu irgendeiner Veranstaltung eingeladen sind und erst nachts nach Hause kommen. Ich war seit ca. 18 Uhr mit den Kids allein und weil irgendwie keiner Lust hatte zu kochen, bin ich mit den Kindern essen gegangen. Hab mir erst ein bisschen Sorgen gemacht, weil ich noch nie mit ihnen allein im Restaurant war, aber sie haben sich richtig gut benommen. Generell waren beide den ganzen Abend kleine Engel und wir haben es ohne Meckern bis in’s Bett geschafft. Wir saßen dann zu dritt in E’s großem Bett und haben noch 2 Geschichten gelesen. Ich wollte dann mit G schon rüber gehen in ihr Zimmer, weil ich normalerweise immer noch neben ihr liegen bleibe, bis sie eingeschlafen ist, doch dann hat mich der Kleine tatsächlich zum allerersten Mal gefragt, ob ich nicht noch ein bisschen bei ihm liegen und mit ihm kuscheln könnte. Da bin ich ja fast aus allen Wolken gefallen! Mal schauen, ob das eine einmalige Gelegenheit war… Hab es jedenfalls genossen :)

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Fr

01

Nov

2013

Tag 131: Mal wieder ein Stück Zuhause entdeckt

Morgen ist ja das November-Au-Pair-Meeting und das wird diesmal ganz groß aufgezogen. Ich kann mich grad nicht mehr erinnern, ob ich das letztens schon mal erzählt habe, aber bei dem Treffen im September wurden wir jeweils nach Ländern in Gruppen eingeteilt und hatten nun in den vergangenen Wochen die Aufgabe, einen landestypischen Stand vorzubereiten, bei dem wir bestimmte Dinge aus unserer Heimat vorstellen. Dieses Event findet dann morgen in so einer Kirche statt und alle Gastfamilien haben die Möglichkeit nachmittags vorbeizukommen, kleine Häppchen zu kosten und an den Aktivitäten teilzunehmen.

Unsere Gruppe, welche aus mir, Marie, Karsten, Lina, Linda und Alina besteht, hat sich überlegt, einen den deutschen Weihnachtsmarkt zu präsentieren. Wie gesagt, wir hatten dafür seit Mitte September Zeit… Aber irgendwie läuft es genau so wie in der Schule; alles auf den letzten Drücker (Allerdings werden die Sachen auch meist die Besten!)

 Marie und ich haben uns jedenfalls heute Morgen nach Philly aufgemacht, weil es dort einen Aldi geben soll. Und Tatsache; schon von Weitem leuchtete uns ein hellblaues A entgegen. Es war das reinste Paradies! Wirklich wie bei uns… Die Einkaufswagen hatten diese Ketten, die man nur mit ’nem Quarter (25ct-Stück) vom nächsten Wagen lösen konnte (hab ich hier bei noch keinem anderen Supermarkt gesehen), die Preisschilder waren gelb und es gab deutsche Produkte zu richtig billigen Preisen! Wir sind da bald nicht mehr geworden…

Und wie man es erwartet, stand natürlich auch schon jetzt Weihnachtskram in den Regalen. Da mussten wir zuschlagen! Für unsere Interessenten morgen gibt es nun also Mandelspekulatius, Lebkuchen und Marzipanstolle zum Probieren. Wir haben dann bei Marie noch ein bisschen auf Plätzchen-Factory gemacht und Vanille-Kipferl sowie Kokosflocken gebacken. Morgen werden frisch noch gebrannte Mandeln gemacht und dann ist alles perfekt!

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