So

30

Jun

2013

Tag 7: Reizüberflutung

Heute stand Einkaufen auf dem Plan. Oh mein Gott, es gibt einfach alles und von allem mindestens 10 verschiedene Ausführungen. Und selbst wenn man genau weiß, was man will dauert es Ewigkeiten, weil der Laden so riesig ist.
Bin heute zum ersten Mal hier Auto gefahren. Hab einen großen Mazda Suv oder sowas, ist auf jeden Fall bisschen größer als mein süßer Beetle zu Hause. Aber fährt sich gut... Automatik eben :) Also vorm Fahren an hab ich keine Angst, mein Problem ist nur zu wissen, wo's langgeht. Wir sind heut tausend verschiedene Wege durch die Gegend hier gefahren, aber der Wiedererkennungseffekt blieb leider größtenteils aus. Ich wette, ich werd mich erst zurechtfinden, kurz bevor das Jahr rum ist, haha. Aber Em hat irgendwas von dem GPS geredet vorhin, das wäre natürlich grandios.
Hab dann heute auch meine Gastgeschenke übergeben, kamen gut an sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern. Hab dann mit E erstmal ne Stunde lang eine special Starwars-Version vom verrückten Labyrinth gespielt. Jetzt ist die ganze Familie bei den Gegenüber-Nachbarn zur Birthday-Party, weil deren Zwillinge heute 1 Jahr alt geworden sind. Ich sitze hier auf der Couch, schau ne Folge Pretty Little Liars und warte darauf, dass ich von den Mädels noch ein Zeichen krieg, da wir noch vorhatten ins Kino zu gehen.
Ich hoffe, euch geht's allen gut. Viele Grüße aus Penn Valley :)

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Sa

29

Jun

2013

Tag 6: FROZEN YOGURT

Heute war der erste komplette Tag im neuen Zuhause. Bin gegen halb 9 aufgestanden, da waren schon alle am Aufbrechen, weil heute Brunchen mit Em's Cousine auf dem Plan stand. Sie hat mich gestern gefragt, ob ich auch mitkommen möchte, aber ich wollte die Zeit lieber nutzen, um in Ruhe meine Sachen auszupacken, mit Mama und Papa zu skypen und meine Gastgeschenke in Geschenkpapier einzuwickeln (hatte mich vorher nicht getraut wegen des Zolls... Wollte nicht die Gefahr eingehen, dass die Securitymenschen alles wieder aufreißen). Hab aber heut noch keine Gelegenheit gefunden, sie ihnen zu geben. Muss ich morgen noch irgendwann erledigen.
Als sie zurückwaren, bin ich mit Em und G zu Target gefahren, um so Sachen wie Shampoo, Zahnpasta usw zu kaufen, da ich erstmal nur Reisegrößen mitgenommen hatte. Ich glaube die jetzige Shampooflasche reicht für's ganze Jahr. Hier ist einfach alles 3 Nummern größer...
Hab dann noch mit G und E im Garten gespielt und abends waren wir wiedermal essen. Diesmal Pizza, aber sone besondere mit nem richtig dünnen Boden, mega lecker!
Nachdem die Kinder im Bett waren, bin ich rüber zu Marie gelaufen. Sie ist auch Au Pair aus Deutschland und wohnt quasi nebenan, also echt keine 5 Minuten zu Fuß. Dort war noch ein andres Mädchen, das schon seit 10 Monaten hier ist und wir sind alle zusammen noch zu einer Frozen-Yogurt-Bar gefahren. War die beste Idee des Tages! Dort werd ich wohl Stammkunde ;)
Haben dann noch bisschen fern geschaut und ganz viel gequatscht. Jetzt ist es 2 Minuten vor Mitternacht! Höchste Zeit, die Augen zuzumachen. Good night :)

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Fr

28

Jun

2013

Tag 5: Erneuter Abschied und Willkommen im neuen Zuhause

 

Es ist schon krass wie schnell Menschen innerhalb von so kurzer Zeit zusammenwachsen können.
Der Abschied von einigen Mädels fiel mir schon sehr schwer, besonders von meiner "Cousine" Stephi (unsere Gastväter sind Brüder, so ein Wahnsinnszufall) und auch den beiden Mexikanerinnen aus meinem Zimmer, mit denen ich mich in der Zeit auch richtig gut verstanden habe. Früh um neun 9 ging es also zu den Bussen und zum Glück ist Sara noch mit mir mitgefahren. Sie wohnt auch nur 15-20 Minuten von mir entfernt, es war also kein richtiger Abschied zum Glück :)

 

Nach 4 Stunden Fahrt waren wir dann am Busstop, wo meine Gastmama mich mit einem großen Blumenstrauß in der Hand abgeholt hat. Wir sind erstmal was Essen gefahren, weil ich von dem ollen Lunchpaket aus der Training School nichts anrühren wollte. Danach ging's kurz nach Hause, wo sie mir alles gezeigt hat (Auf dem Foto ist meine Zimmertür ;) ) und ich mich kurz frisch machen konnte, bevor wir dann die Kinder aus dem Camp abgeholt haben. (Letzte Woche haben hier die dreimonatigen Sommerferienangefangen und die Hälfte davon sind die beiden Kinder tagsüber in einem Camp)

 

 

Hier gibt's so ein System, wo du beim Abgeben bzw Abholen der Kinder gar nicht aus dem Auto aussteigen musst. Man stellt sich in einer Reihe an und legt einen Zettel in die Windschutzscheibe, auf dem die Betreuer ablesen können, welche Kinder man mitnimmt. Dann darf man irgendwann vorfahren und die Kinder werden einem ins Auto gesetzt und angeschnallt.

Sie waren sehr aufgedreht und auch überhaupt nicht schüchtern. Irgendwie ist es auch echt süß, wie sie meinen Namen aussprechen, klingt eher nach Joooßiii :D

Wir haben dann ein bisschen gespielt und rumgealbert und waren dann abends wieder Essen. Die Portionen sind einfach so riesig hier, aber es ist halt auch einfach total normal, dass jeder den Rest von seinem Essen mit nach Hause nimmt.

Nachdem dann beide Kinder im Bett waren, hab ich noch mit Em und C auf der Couch gesessen und TV geschaut bzw bisschen geredet so über die nächste Woche. Am 4. Juli ist ja hier großer Feiertag und wir werden dann von Mittwoch bis Sonntag zum Strand fahren :)

Ansonsten fühl ich mir hier erstmal sehr wohl und ab jetzt werden die Beiträge auch wieder pünktlich kommen!
Fühlt euch alle fest gedrückt, viele Grüße aus Penn Valley  ;)

 

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Do

27

Jun

2013

Tag 4: First Aid und New York

Von 8 bis ca. 14 Uhr fand heute der Erste-Hilfe-Kurs vom American Rad Cross statt. An sich find ich's ja super, dass CC das seit Beginn diesen Jahres eingeführt hat, aber irgendwie hat sich das Ganze doch ganz schön hingezogen. Hab mich danach gefühlt, als hätte ich tausend CPRs (Herzdruckmassagen) gemacht und wir hatten einige Mädels, die von ihrer Sitznachbarin ab und zu angestupst werden mussten, um nicht einzuschlafen. Als wir dann nach den 6 Stunden endlich unser Zertifikat in der Hand hielten, waren auf alle einmal wieder hellwach, denn dann hieß es: NEW YORK CITY !!!
Aber die Freude ist schnell wieder verflogen, da wir erstmal Ewigkeiten im Stau standen, sich unsre eigentlich 2,5 Stunden-Tour auf nicht mal 1,5 Stunden verkürzt hat und wir dadurch auch nicht mit der Fähre direkt zur Freiheitsstatur fahren konnten, was eigentlich Teil der Tour ist. Stattdessen durften wir ein Foto von weitem machen, auf dem man einen grüngräulichen Strich in der Ferne erkennen kann.


18.30 Uhr sind wir dann alle auf's Rockefeller Center hochgefahren. Dort haben wir wenigstens einige gute Bilder machen können. (Mehr kommen dann später noch in die Foto-Rubrik)
Die restliche Freizeit bis 21 Uhr hab ich dann mit Sara verbracht, wir sind in ein paar Läden rumgestöbert und haben einen richtig guten Burger bei Wendy's gegessen. Time Sqare haben wir leider nicht mehr geschafft, aber wir waren ja auf keinen Fall zum letzten Mal in diese Stadt!
Die Rückfahrt hat sich dann auch nochmal um fast eine ganze Stunde verzögert, weil zwei Mädels es nicht geschafft haben, den Treffpunkt zu finden. Völlig unverständlich, denn der Bus war am Empire State Building, was 1. kaum zu übersehen ist und 2. so gut wie jeder kennt, der dort rumläuft. Na wie auch immer, gegen halb 12 waren wir dann also zurück in der Training School und alle todmüde. Also nur noch schnell Zähnchen geputzt und dann ging's ab in die Falle.

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Mi

26

Jun

2013

Tag 3: Too much input

Heute gab es eindeutig zu viele Informationen auf einmal. Den ganzen Vormittag hatten wir nochmal Unterricht zum Thema Kindererziehung, Disziplin und Regeln sowie über Sicherheit mit dem besonderen Warnhinweis "Never shake a Baby!!!"... Darauf wurde so viel Wert gelegt, dass wir darüber sogar ein Video geschaut, eine Broschüre erhalten haben und dafür unterschreiben mussten, dass wir sowas niemals tun. Aber kein Mensch würde darauf kommen, so viel Wind um dieses absolut offensichtliche Tabu machen, wenn es nicht genug Menschen gäbe, die sich in Stresssituationen nicht unter Kontrolle haben...
Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt hinsichtlich des Alters der Kinder, die wir zu betreuen haben. Jede Gruppe hatte dann die Aufgabe möglichst kreativ zu werden und über physische/kognitive/sprachliche/sozial-emotionale Fähigkeiten sowie altersgerechte Aktivitäten, Ernährung und wichtige Sicherheitsvorkehrungen entweder ein Role Play, eine TV Show, ein Poem, eine Story, einen Song oder ein Game zu machen. Wir haben uns für letzteres entschieden, da son Spiel noch mit am wenigstens Aufwand verbunden war. Irgendwie fühlte ich mich wieder ein bisschen wie in Finnland vor einem Jahr, wo wir (Anni, Louise, Julis und ich) mindestens genau so hochmotiviert eine Diashow-Geschichte über Umweltschutz gestaltet haben. Ihr könnt euch vorstellen wie hoch der Spaßfaktor war.
Nach dem Abendbrot mussten wir zu einem zweistündigen Communikation-Workshop. Ich hab mich ja innerlich schon auf dämliche Rollenspiele vorbereitet, aber wider Erwarten durften wir uns in der ersten Stunde nur berieseln lassen von einer älteren Dame namens Nancy, die einfach mal eine dermaßen krasse Ausstrahlung hatte. Es war echt so ruhig, weil man total gefesselt wurde von ihrer Stimme. In der zweiten Stunde wurden wir in Fünfer-Gruppen eingeteilt und jede Gruppe hat eine Problemsituation bekommen, für die wir eine Lösung finden sollten bzw erstmal einen Weg, das bei unseren Gasteltern anzusprechen. Das war wirklich gut, weil vieles davon gar nicht so abwegig war...

Wir hatten zum Beispiel die Situation, dass wir weitaus mehr als die erlaubten 45 Stunden pro Woche von den Eltern in Anspruch genommen werden. Weitere Probleme waren unter anderem: Was, wenn die Eltern ständig vergessen mich am Ende der Woche zu bezahlen? Was, wenn meine Eltern mich demnächst besuchen wollen und ich in der Woche gern Urlaub hätte? Was, wenn ich zu einem Konzert gehen möchte, das erst 2pm zu Ende sein wird, obwohl ich spätestens um Mitternacht zu Hause sein muss?
Also auch, wenn es schwierig war sich damit auseinanderzusetzen, muss ich sagen, dass es gut ist, dass cultural care auch über solche Dinge spricht. In der Hinsicht werden wir hier schon echt super vorbereitet!
Zum Abschluss des Tages kam dann noch ein Police Officer, der allem Anschein nach eher zur Unterhaltung da war, als uns über Gefahren zu informieren. Allen zukünftigen CC-Aupairs, die das hier lesen sollten, kann ich nur sagen: Freut euch auf die Stunde mit ihm!

Danach bin ich nur noch ins Bett gefallen und ich hab's nichtmal geschafft, eine komplette Folge Bibi Blocksberg zu hören, bevor ich eingeschlafen bin ;)

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Di

25

Jun

2013

Tag 2: hard-working

Die Nacht war gegen 6 Uhr leider schon wieder zu Ende... Naja, zu Hause wär es ja schon um 12, also Standard-Aufstehzeit  
Bin gestern allein in meinem Zimmer eingeschlafen und als ich heute Morgen aufwachte, waren auf einmal 3 andere Betten auch belegt. Habe jetzt 2 Mexikanerinnen und eine Brasilianerin als Mitbewohner; scheinen nett zu sein und kommen auch alle in meine Nähe 
Das Frühstück ist hier ganz in Ordnung. Es gibt Orangensaft aus Joghurtbechern, Bagels, die mindestens genau so gelb sind wie der O-Saft und weinrote Äpfel, die nach nichts schmecken. 


Von 8 - 18.30 Uhr fand dann der Unterricht statt. Dafür, dass das alles sooo langweilig sein soll, ging der Tag doch relativ schnell rum. Die Frau, die unsere Class leitet, macht das total gut und versucht auch die trockenen Themen einigermaßen interessant und witzig zu gestalten. Beim Thema Krankheiten wurden wir dann in kleinere Gruppen aufgeteilt und sollten jeweils ein Plakat zu einer bestimmten Erkrankung gestalten (auf dem Foto ist unser tolles Kunstwerk zu sehen).
Am Nachmittag gab es noch ne kleine Überraschung: Einige von uns wurden in einen Raum geführt, in dem ein Willkommensgeschenk von unseren Gastfamilien auf uns wartete. Es gab eine große Tasche mit nem Haufen Krimskrams, aber am wichtigsten: Sie haben mir die New York City Tour geschenkt, die ich sonst für 50$ noch hätte kaufen müssen. Außerdem noch eine Starbucks-Karte über 10$ und ein I  NY T-Shirt 

Grade bin ich mit den Mädels noch runter zum Supermarkt gelaufen und auf einmal spricht uns an der Kasse eine Frau an, ob wir die Au Pairs sind. Sie hat gesagt, dass ihr Sohn nämlich Freitag ein neues kriegt und dann fing sie an zu erzählen, dass es so wichtig ist, dass man sich wohl fühlt und dass sie hofft, dass wir alle in tolle Familien kommen und dann hat sie einfach auf die Rückseite von ihrem Kassenzettel ihre Nummer geschrieben, mir in die Hand gedrückt und gesagt, wenn ich Probleme habe, kann ich sie jederzeit anrufen. Die Menschen hier sind einfach so offen und nett. Wäre mir in Deutschland nie passiert. 
Das liebe ich hier jetzt schon!

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Mo

24

Jun

2013

Tag 1: TXL - HTW - JFK

Heute morgen hieß es nun also wirklich zum letzten mal Abschied nehmen.
Nach einer wundervollen Überraschung auf dem Flughafen, vielen Kullertränen und tausenden Umarmungen, musste ich halb 11 schweren Herzens ins Flugzeug steigen.

Dort blieb die zweite Taschentücherpackung natürlich auch nicht verschont, als ich die lieben Briefe und Fotos mit diesen schönen Erinnerungen in meiner Tasche gefunden habe... Und auch beim Öffnen bzw. Ausprobieren des Geschenks von meinen Jungs + Jule konnte ich mich zwischen lachen und weinen nicht so ganz entscheiden.

 

Die 2 Stunden bis nach London vergingen relativ schnell. Da wir in Berlin allerdings mit Verspätung losgeflogen sind und zum Umsteigen nur ne knappe Stunde Zeit hatten, wurde es in Heathrow wahnsinnig stressig: Beim Ausstieg bekamen wir alle einen orangenen Zettel mit der Aufschrift "EXPRESS CONNECTION" in die Hand gedrückt und dann hieß es nur "Run!". Mit diesem Schein durften wir an allen Schlangen vorbei ohne große weitere Kontrollen bis wir uns in einen Bus stopfen konnten, der uns zum Flugzeug schaffen sollte.
Und hier sitze ich nun seit 6 Stunden, habe aber leider aufgrund des mangelnden Platzes bzw. Komforts und dem hinter mir sitzenden Mädchen, das die ganze Zeit unrhythmisch auf ihren Tisch haut, kaum geschlafen.

Das Mittagessen war enttäuschenderweise auch nicht so der Knaller. Das einzige was daran ganz annehmbar war, war der Nachtisch: Erdbeer-Vanille-Ginger-Käsekuchen im Joghurtbecher (Konsistenz allerdings eher fragwürdig).

In ca anderthalb Stunden landen wir in New York und ich hoffe hoffe hoffe, dass mein Koffer auch in den Genuss des Express-Umstiegs gekommen ist und nicht noch irgendwo in Europa rumdümpelt...

 

NACHTRAG:
Mein Koffer ist da. Die, von den 5 anderen Mädels, die mit mir gemeinsam geflogen sind, sind irgendwie verschollen.

Das verstehe, wer will.

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Mo

24

Jun

2013

ÜBERFORDERUNG

WIE SOLL DAS ALLES NOCH DA REIN !?

Ich hätte definitiv eher anfangen sollen zu packen. Aber was soll's noch habe ich knapp 5 Stunden Zeit bis zur Abfahrt, bloß kein Stress. Schlaf wird ja eh völlig überbewertet!

In den letzten Tagen gab es einen Verabschiedungs-Marathon mit vielen lieben Worten, Glückwünschen, Andenken, Küsschen aber auch mit einigen Tränen. Mir wird Cottbus mit seinen besonderen Eigenheiten aber auch mit den wirklich wundervollen Menschen, die ich zum Teil schon seit Jahren, andere leider auch erst seit Kurzem kenne, sehr fehlen. Aber ich freue mich auch auf die tollen Mädels, die den gleichen Weg gehen und ab morgen mit mir zusammen die ersten Tage in New York verbringen werden!

Die Zeit rast: In 10 Stunden geht es los... Ein Jahr auf & davon!

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