Di

31

Dez

2013

Tag 191: New Year's Eve

Es sollte uns einfach nicht gegönnt sein, dass unsere Silvesterpläne aufgehen. Das Ganze war echt wie so eine Berg- und Talfahrt. Zuerst sah alles wahnsinnig trostlos aus. Eigentlich hätten wir nämlich einen gemütlichen Abend bei irgendjemandem Zuhause am ehesten favoriesiert, da aber keiner von uns sturmfrei hatte und wir auch den Gastfamilien nicht auf den Zünder gehen wollten, kam das nicht so richtig in Frage. New York Time Square... heißt: 12 Stunden in der Kälte stehen und zwischen tausenden anderen Menschen eingequetscht sein - ähm, no thanks! Doch dann kam ja wie aus heiterem Himmel die Einladung zu der Silvesterparty bei den Jungs in Philly, die traurigerweise vorgestern abgesagt werden musste. Also brauchten wir spontan einen neuen Plan. Kurzfristig haben sich Marie, Heidi, Desi und ich überlegt, nach Philly reinzufahren, irgendwo in Chinatown essen zu gehen und dann das Feuerwerk in Penn's Landing anzuschauen. Tja, also standen wir vorhin gegen halb 9 mit noch einem Haufen anderer Leute erwartungsvoll an der Bahnstation, aber was nicht kam, war der Zug. Beziehungsweise erreichte er dann Narberth knapp 15 zu spät, doch statt anzuhalten fuhr er einfach durch, weil er zu überfüllt war. Der nächste sollte erst in einer Stunde kommen und darauf zu hoffen, dass die einen Sonderzug schicken, ist bei der Organisation einfach zwecklos. Saftladen, sag ich euch! Als ob man sich das nicht denken kann, dass an Silvester mehr Menschen als normal in die Stadt fahren wollen... Nächste Idee war dann Taxi, aber da schienen heute auch nur Idioten drinzusitzen. Da stehen schonmal drei nettaussehende Mädchen am Straßenrand und winken, und trotzdem hat es keiner geschafft anzuhalten und uns einzusammeln. Völlig verzweifelt hat Marie dann ihren Hostdad angerufen, der uns freundlicherweise eingeladen hat. So sind wir immerhin noch zu einem guten Stück Pizza gekommen und konnten uns die Massenversammlung in NYC von der Couch aus im TV anschauen. Mit denen möchte man absolut nicht tauschen! 
Echtes Feuerwerk habe ich jetzt im Übrigen hier gar keins gesehen. Ich glaube, dass das nicht erlaubt ist, privat Feuwerkskörper zu zünden bzw. werden die hier öffentlich glaube ich auch gar nicht weiter verkauft, zumindest habe ich nirgends was in der Art gesehen in den Geschäften. War so verdammt komisch, als wir gegen halb 1 rausgingen und einfach nur Totenstille war. Die Amis sind halt alle entweder auf dem Time Square (bzw. irgendwo, wo sonst noch ein öffentliches Feuerwerk stattfindet) oder drinnen vor dem Fernseher. Eigenartige Kultur. Auch wenn ich nie so Fan von der ganzen Knallerei war, man merkt hier doch, dass das einfach dazu gehört! Nächstes Jahr zünde ich definitiv meine eigenen Böller, haha! 

 

Da also mein Silvester hier absolut nicht spannend war (komisch, dass trotzdem ein halber Roman aus der Berichterstattung geworden ist), hier wenigstens nochmal ein kleiner persönlicher Jahresrückblick von 2013:

 

*letzter Schultag meines Lebens

*Abitur bestanden

*Urlaub in Italien mit Annika bei meinem Bruderherz 

*bester Abiball überhaupt

*grandiose Abschiedsfeier

*Flug in das neue Leben 

*besuchte Orte: Philadelphia, Long Beach Island, New York City, Washington D.C., Atlantic City, Boston

*erstes Weihnachten fernab von der Heimat 

 

Natürlich könnte ich noch hundert weitere kleine Höhepunkte von 2013 aufzählen, aber das würde zu weit führen.

Es war definitiv ein gutes Jahr, wenn nicht sogar das beste bisher. Mit Sicherheit war es das erlebnis- sowie erkenntnisreichste und das Jahr mit den größten Veränderungen überhaupt.

Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht ins neue Jahr. Möge es ein so aufregendes und erfolgreiches werden wie das vergangene! Ich kann es kaum erwarten, euch im Sommer alle wiederzusehen. Mit dem jetzigen Moment fühlt es sich schon tausend Schritte näher an als noch gestern! Also haltet die Ohren steif, bis bald ♥

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Mo

30

Dez

2013

Tag 190: Auf Schatzsuche

Nach fünfeinhalb Tagen Freizeit, gab es dann heute natürlich gleich wieder die volle Dröhnung: 10 Stunden (oder auch: Endlos-) Entertainment. Und wir hatten bis auf einen kurzen Besuch, den wir der Bibo abstatten mussten, absolut nichts zu tun. Aber ist ja auch nicht so, dass ich keine Beschäftigungs-Ideen aus meiner Au-Pair-Trickkiste herauszaubern kann. Die Geschichte mit der Geschenke-Such-Aktion an Weihnachten hatte mich an die Zeit erinnert, in der wir als Kinder noch Schatzsuchen und Schnitzeljagden gemacht haben. Also hab ich das heute morgen meinen Kids vorgeschlagen und der Plan kam super an. Wir haben mehrere Stationen (Briefkasten, Schubfach im Schreibtisch, Telefon, etc.) festgelegt mit einer bestimmten Reihenfolge und überall befand sich ein kleiner Zettel mit einem Rätsel, das wir uns selbst ausdachten und dessen Lösung zum nächsten Ort führte. Die Vorbereitung dieser Schatzsuche hat tatsächlich einige Stunden in Anspruch genommen, da wir ja auch noch den Treasure (also den Schatz, der in unserem Falle Chocolate-Chip-Cookies entsprach) backen mussten. C war der Glückliche, der als erstes Zuhause war, und somit in den Genuss der aufgedrehten Kinder kam, die so aufgeregt waren, als hätten sie gerade Geburtstag. Sie haben aber dicht gehalten und wirklich nichts verraten, darauf kann man sich dann doch immer verlassen! War auf jeden Fall eine witzige Sache, bei der alle Beteiligten ihren Spaß hatten. Und mit Schoko-Keksen kann man meinen Gastpapa sowieso immer glücklich machen, haha.

 

So, morgen ist dann tatsächlich schon der letzte Tag des Jahres. Wir mussten aufgrund eines schrecklichen Zwischenfalls nochmal umplanen und wie es aussieht, werden Marie, Heidi, Desi und ich uns am Abend einfach irgendwo in Philly Abendbrot essen gehen und dann das Feuerwerk von dort aus anschauen.

Rutscht jedenfalls alle sicher ins neue Jahr. Ich wünsch euch nur das Beste für 2014. Wir sehen uns im Sommer!

Macht's gut bis dahin ♥

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So

29

Dez

2013

Tag 189: Wieder nicht geschafft

Marie, Heidi und ich haben uns heute relativ spontan überlegt in die KOP Mall zu fahren. Auf meiner Bucket List steht ja immer noch der Punkt, dort hinzufahren und nichts zu kaufen. Bin gespannt, ob es diesen Tag jemals geben wird... Heute war er jedenfalls nicht. Obwohl ich mich trotzdem recht zurückgehalten habe... ein Oberteil, ein Schal und drei Leggins (NEIN, 1 hätte nicht gereicht!). Bis grade waren wir noch bei Marie zu Hause und haben "Madagascar" geschaut. Bin jetzt wieder bei mir drüben, aber meine Family ist anscheinend noch auf dem Rückweg.

Ich fühle mich gerade wie am letzten Ferientag... als würde morgen die Schule wieder losgehen. Naja, fast... Immerhin muss ich mir das erste Mal seit 5 Tagen mal wieder einen Wecker stellen. Also, auf geht's in Woche Nr. 28! ;)

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Sa

28

Dez

2013

Tag 188: Zeit für mich

Meine Gastfamilie hat sich heut Morgen spontan überlegt, runter zu Bubbie und Zadie nach Potomac zu fahren über's Wochenende, sodass ich hier zwei Tage in absoluter Ruhe genießen kann. Über Mittag bin ich mit Marie und Lisa in's Gym gefahren. Ich war seit gefühlten Wochen schon nicht mehr da und die dreiviertel Stunde auf dem Laufband hat wahnsinnig gut getan. Zurück zu Hause hab ich dann gaaaaanz lang und viel geskyped. Danach wurden Fotos rausgesucht, die ich als nächstes in's Scrapbook kleben will. Ich habe meine Haare gefärbt, mir Gedanken über meinen Reisemonat gemacht und angefangen die letzten zweieinhalb Wochen, in denen meine Eltern mich begleiten werden, durchzuplanen. Nebenbei wurde die Küche ein bisschen aufgeräumt, wobei ich drei überreife Bananen gefunden habe. Gegessen hätte die wahrscheinlich niemand mehr, aber zum Wegschmeißen waren sie auch zu schade... Nun befindet sich ein Banana Bread im Ofen und das ganze Haus duftet himmlisch! War ein super entspannter Tag und ich wette, dass ich morgen sogar mal ausschlafen kann, weil hier einfach Totenstille herrschen wird. Herrlich! :)

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Fr

27

Dez

2013

Tag 187: Arbeitslos

Ich habe nun heute schon den 3. Tag infolge off gekriegt. Da der 28. und 29. auch mein freies Wochenende für diesen Monat ist, habe ich also noch zwei weitere entspannte Tage vor mir und diese Woche insgesamt ganze eineinhalb Tage gearbeitet. Ein Hoch auf mein Au-Pair-Leben!

Da ich gestern Nacht noch den zweiten Aufsatz für den College-Kurs beendet habe, stand für den heutigen Tag nichts weiter auf der To-Do-Liste. Ich bin morgens in die Stadt gefahren, wo ich mich dann mit Roger getroffen habe. Der erste Anlaufpunkt war Frühstück bei Subway, wo wir aber noch noch ewig saßen und uns über Gott und wie Welt unterhielten. Wir haben uns dann entschieden, noch irgendwas unternehmen zu wollen, aber unser Plan, auf die Aussichtsplattform der CityHall zu gehen (was eigentlich echt super cool gewesen wäre), scheiterte leider daran, dass noch ungefähr tausende andere Menschen auf die gleiche Idee kamen und Tickets dafür ausverkauft waren. Naja klar, es ist Freitag und es sind Ferien. Da haben die Leute halt nix besseres zu tun, als die City Hall zu besteigen. Plan B war dann der deutsche Weihnachtsmarkt. Der hatte erstaunlicherweise auch noch geöffnet. Wir haben uns kurz mit einem Mädel vom Informationsstand unterhalten, die uns aufgeklärt hat, dass die noch bis zum 1.1. hier sein werden. Der Veranstalter dieser Christmas Village ist wohl ein Mann aus Nürnberg (woher auch sonst...) und die Leute, die in den Buden arbeiten, sind auch alles Deutsche, welche wirklich nur für diese kurze Zeit rüber kommen, um hier zu arbeiten. Naja, der Typ verdient sich locker ne goldene Nase mit der Geschichte. Ich sag nur: Gebrannte Mandeln für $5 und ein kleines Schnitzel mit nem Löffel Kartoffelsalat für schlappe $9. Wisst ihr Bescheid... ;)

Irgendwann war es dann plötzlich schon 14 Uhr und wir haben uns bei Wawa noch fix einen Schoko-Cookie sowie 'nen Käffchen geholt, bevor sich unsere Wege am Bahnhof wieder trennten.

Ich war gegen halb 4 Zuhause, aber bekam dann quasi sofort Gesellschaft von Marie. Haben hier rumgegammelt, Musik gehört und ich hab meine ersten Scrapbook-Seiten angefertigt. Nach einem kleinen Abendbrot (das war übrigens der 2. Gang zu Wawa heute) sind wir zu Lisa gefahren. Dort war auch noch Lina und wir haben zu viert "The Mortal Instruments - City of Bones" geschaut. Ich hab den Film zwar schon im Kino gesehen, aber Lisa's Gastfamilie hat einfach mal sone fette Leinwand in ihrem Wohnzimmer, weshalb das 2. Mal annähernd genau so gut war wie damals. Ich habe erneut festgestellt: Ich muss unbedingt die Bücher dazu lesen!!

Alles in allem war es ein richtig toller Freitag bzw. waren generell die letzten Tage super schön. Und es fühlt sich gerade so an als wäre morgen schon zum 3. Mal Wochenende. Ach Leute, mir geht es gut!!! :)

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Do

26

Dez

2013

Tag 186: Unerwartete Weihnachtselfen

Den 2. Weihnachtsfeiertag verbrachte ich in aller Ruhe. Hab mit den Jungs zusammen gefrühstückt und Roger hat mich dann gegen 12 zum Bus gebracht, weil er eh auch kurz auf Arbeit vorbeischauen musste. Diesmal hat mich die Fahrt sogar "nur" 50 Minuten gedauert, weil ich eine andere Kombination rausgesucht hab - sollte ich mir merken für's nächste Mal. Zuhause hab ich dann eigentlich auch nur noch gegammelt. Mein Gastpapa ist zwischenzeitlich mit E irgendwas besorgen gefahren, aber G wollte unbedingt bei mir bleiben. Haben uns in mein Bett gekuschelt, gequatscht und alte Fotos angeschaut. Wie eine kleine Freundin. :) Nach dem Abendbrot saß ich hier auf meinem Zimmer, um meine 1500 Wörter voll zu kriegen, doch auf einmal standen die Kids hier in der Tür und wollten unbedingt, dass ich mir meinen Schlafanzug anziehe und ins Bett gehe. Ich hatte in dem Moment zwar keinen blassen Schimmer, was das Ganze sollte, aber das verschmitzte Grinsen auf beiden Gesichtern hat mir gezeigt, dass Mitspielen die beste Idee ist. Ich also fix ne Leggins und ein andres Shirt angezogen und ab unter die Decke. Beinahe wäre ich wirklich eingeschlafen, aber nach 15 Minuten kamen sie wieder angestürzt, diesmal noch mit Mommy & Daddy im Gepäck. E hatte sich eine rote Hose sowie ein rotes Shirt angezogen, trug eine ebenso rote Mütze und hatte mit Teserfilm einen weißen langen Bart an sein Kinn geklebt. G befand sich in ihrem Feen-Kostüm und auch Em und C hatten irgendetwas Hutartiges auf dem Kopf, das wohl die Weihnachtsmütze ersetzen sollte. Alle gemeinsam: "Santa Claus und die drei Weihnachtselfen". Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen; zu niedlich sahen sie alle aus. Mein kleiner Weihnachtsmann klärte mich dann übrigens auf, dass im Haus Geschenke für mich versteckt sind, die ich nun suchen müsste. Im Keller fand ich dann auch einen Spielzeughubschrauber, ein Yo-Yo, ein kleines Auto sowie ein Kuscheltier. - eingewickelt in Klopapier, haha. Hab mich natürlich mit meiner Freude nicht zurückgehalten und "Santa" versichert, dass ich mir das schon iiiiiiiimmer gewünscht hätte. Die beiden waren locker 10 Mal aufgeregter als ich. Aber wirklich super süß. Die Idee kam natürlich mal wieder von E; er hat ja ständig so Einfälle, die aber leider nicht immer umsetzbar sind. Umso mehr hat er sich glaub ich gefreut, dass er nun wirklich mal einen seine Vorschläge wahrmachen konnte. Manchmal hab ich echt die allersüßesten Kids!!!

 

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Eine kleine Auswahl der NY-Fotos gibt es nun hier! :)

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Mi

25

Dez

2013

Tag 185: Fast wie bei Oma!

Feiertage sind für Au Pairs gesetzlich gesehen nicht zwangsläufig frei, aber ich hatte Glück, da meine Gasteltern beide den ganzen Tag zu Hause waren. Ich konnte also zu allererst mal ausschlafen und mich dann dem zweiten Teil meiner Hausaufgabe widmen. Zwischendurch kam G in mein Zimmer gestürmt mit einem großen Päckchen in der Hand. Ich bin nun stolzer Besitzer von schwarzen Uggs (auf dem Foto links!). Selbst hätte ich mir glaub ich nie welche gekauft, weil die einfach unverschämt teuer sind. Umso mehr hab ich mich gefreut, die Stiefel nun geschenkt zu bekommen. Ich liebe sie einfach und möchte sie gar nicht mehr ausziehen. So warm und weich und unglaublich bequem. Tolles Geschenk!!

Am späten Nachmittag habe ich mich dann Richtung North Philly aufgemacht zu Roger, Paul und Justin (die drei Freiwilligen). Sie wohnen dort in sonem Apartment von der Kirche und mit dem Auto hätte es mich eine knappe viertel Stunde gekostet dort hinzufahren. Allerdings ist Nord-Philadelphia nicht gerade der sicherste Teil der Stadt, weshalb ich dann doch auf den Bus umgestiegen bin. Problem ist nur, dass es mich auf diesem Wege fast eineinhalb Stunden kostete. Nagut, erstmal ein Hoch darauf, dass die Busse überhaupt an Feiertagen hier verkehren. Im ersten saß ich auch noch ganz allein, der hat mich aber auch nur ein Stückchen näher nach Philly gebracht. Ich musste danach noch zweimal umsteigen und war beide Male die einzige Weiße im Bus. Roger hat mich zum Glück dann von der Haltestelle abgeholt, so ganz wohl war mir da nämlich irgendwie nicht. North Philly ist wie eine andere Welt. Man sieht hier in den Suburbs nur die ganzen großen Häuser mit den fetten Autos davor und den schicken Vorgärten, doch dort ist einfach nur reinstes Ghetto. Da möchte man im Dunkeln wirklich nicht allein durch die Straßen laufen. Aber nun waren wir ja zu zweit und die Wohnung lag auch nur 2 Fußminuten entfernt. Als ich reinkam, hat es schon wahnsinnig lecker nach Pute aus dem Ofen geduftet. Nach weiteren zwei Stündchen war dann auch alles bereit zum großen Festmahl. Ich war richtig beeindruckt, dass die Jungs das hingekriegt haben. Hut ab! Hat wirklich annähernd so gut geschmeckt, wie bei Oma. Nur, dass wir leider keine Klöße auftreiben konnten, aber da ich hier ja auch nur alle 4 Wochen mal ne Kartoffel esse, waren die Salzkartoffeln auch klasse! Zum Nachtisch hatte ich deutschen Baumkuchen aus meinem letzten Paket mitgebracht, was die ganze Sache noch abgerundet hat.

Wir haben uns dann alle vollgefuttert auf die Sofas gefletzt und einen Film geschaut, der allerdings nicht so gut war und die Hälfte von uns dabei schon halb eingeschlafen ist. Der Paul musste dann eh in's Bett, weil er für den zweiten Weihnachtsfeiertag nicht frei gekriegt hat und ich hab mit Roger und Justin noch ein bisschen gequatscht. Aus irgendeinem Grund sind wir dann auf Chatroulette gekommen (Man wird zufällig mit fremden Leuten verbunden, die auch gerade diese Website/Anwendung nutzen und der eigentliche Sinn besteht darin, sich miteinander zu unterhalten/sich kennenzulernen... Leider wird das ganze System meistens etwas missbraucht und man bekommt dort eher unangebrachte Dinge zu sehen.) und da Roger das nicht kannte, mussten wir das natürlich gleich mal ausprobieren. Und ob ihr es glaubt oder nicht, wir wurden tatsächlich mit einem unterhaltungsfreudigen Deutsch-Türken verbunden, der gerade seine letzte Arbeitsstunde (7-8 Uhr morgens) in seinem Internet-Café bzw. Kiosk abgesessen hat. Auf einmal waren wir wieder hellwach und haben echt ne ganze Stunde mit dem gequatscht; war wirklich eine der lustigsten Konversationen seit langem. Als er Feierabend hatte, war es ja hier bei uns mittlerweile auch schon 2 Uhr nachts. Ich musste glücklicherweise nicht mehr nach Hause fahren, sondern konnte dort übernachten.

Es war ein super toller und witziger Abend, der es nur noch halb so schlimm erscheinen lassen hat, dass man an Weihnachten nicht Zuhause sein kann. Ich freu mich schon auf nächste Woche, denn da schmeißen die Jungs ne Silvester-Sause in ihrer Butze. Das wird super!

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Di

24

Dez

2013

Tag 184: A very merry Christmas to everyone!

Pünktlich zum Start in die zweite Hälfte kommt etwas Schönes: Christmas Eve!

Anders als bei uns passiert hier am Heiligen Abend nicht ganz so viel, da Santa ja erst am Morgen des 25.12. die Geschenke vorbeibringt. Der 24. ist ja erstmal auch ein ganz normaler Arbeitstag, weshalb ich tagsüber noch Kinderbetreuung machen musste. Doch die Zeit verging erstaunlicherweise recht schnell und ich war am frühen Nachmittag schon befreit. In Deutschland war es zum Glück noch nicht allzu spät, wodurch ich immerhin noch mit meinen Eltern ein bisschen skypen konnte. Danach hab ich mich fertig gemacht und es ging ab in die Kirche. Würde ich sonst normalerweise nie tun, aber ich wurde von Maries Gastfamilie zum Christmas Eve eingeladen und bei ihnen gehört der Gang in die katholische Kirche eben dazu. Geschadet hat mir das auch sicherlich nicht, aber etwas gegeben genau so wenig, um ehrlich zu sein. Das einzige, was mir ganz gut gefallen hat, war das Gesinge. Bei "Silent Night, Holy Night" (Stille Nacht, heilige Nacht) wurde die erste Strophe sogar auf Deutsch gesungen, da haben Marie und ich auch erstmal große Augen gemacht. Naja, der Rest ging dann auch irgendwie vorüber und dann haben uns auch echt schon die Mägen geknurrt. Bei Marie zu Hause stand das Buffet schon bereit. Ihre Hostmum hat sich sone Mühe gegeben und ganz viel Finger Food gemacht. Hot Dogs im Schlafrock, Cracker mit Käse, Shrimp mit Cocktailsauce, Gemüse mit Dip, Tortilla-Chips mit Salsa. Und das Beste: Schokofondue als Dessert. War alles wahnsinnig lecker und nachdem wir dann satt und glücklich waren, ging es an's Geschenke-Auspacken. Ich hab das Weihnachtspaket von Mama und Papa mit rüber genommen, sodass wir gemeinsam noch ein bisschen mehr Weihnachtsstimmung aufkommen lassen konnten. Man ist so weit weg von der Heimat und trotzdem hat sich jetzt hier ein Riesenhaufen an Geschenken angesammelt. Ich mach morgen mal ein Foto von allem und lad es hoch :)

 

Ich hoffe, ihr hattet alle einen fleißigen Weihnachtsmann und genießt die Feiertage mit euren Liebsten.

Seid froh, Zuhause zu sein (falls ihr nicht auch gerade irgendwo anders in der Welt rumturnt!).

Lasst es euch jedenfalls gut gehen!

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Mo

23

Dez

2013

Tag 183: HALBZEIT !!!

Oh Gott, Leute. Ich kann es nicht glauben, aber die erste Hälfte ist vorbei. Mit dem heutigen Abend neigt sich der 6. Monat dem Ende entgegen. Komisches Gefühl... Aber ich freue mich auch! Ab jetzt ist die Spitze des Bergs erreicht und ich kann quasi rückwärts zählen. Und auch wenn es hier noch so viel zu sehen und erleben gibt, kann ich es kaum noch erwarten, euch endlich alle wiederzusehen!!!

 

Heute war der erste Ferientag, wie bei euch ja sicherlich auch. Ich bin mit meinen Kindern vormittags bowlen gewesen und dann noch kurz einkaufen. Ich hab hier Fischstäbchen gefunden, das fand ich toll. Meine Kids auch, nur den Kartoffelbrei gab es mal wieder ausschließlich für mich. Ist natürlich super eklig, genau. (Was das angeht, werde ich die beiden NIE verstehen, haha.)

G hat nach dem Lunch ein kleines Mittagsschläfchen gemacht, während ich mit E auf der Couch gechillt habe. Beim Einkauf haben wir so ein Kit für einen Lebkuchen-Zug gefunden und diesen dann stundenlang zusammengeklebt und verziert. Noch eine Runde Karten gespielt (Hab ihnen erstmal beigebracht, wie MauMau geht. In dem Alter ist das ein Muss!) und dann war auch schon wieder Abendbrotszeit.

Ich werd heute Nacht erstmal noch eine Mütze Schlaf nachholen müssen, aber bevor's ins Bettchen geht, kommt Marie noch eben rüber. Kommt mir immer wie Wochen vor, wenn wir uns mal 3 Tage nicht sehen, haha.

 

Also ihr Lieben, zählt die Tage! Wir sehen uns bald wieder! ♥

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So

22

Dez

2013

Tag 182: New York - Klappe, die 3.

22. Dezember - NYC: Durch die Straßen laufen Menschen mit kurzen Hosen, Sonnenbrille und die meisten tragen ihre Jacken unterm Arm. Passend zum Datum schickte uns Petrus 22°C. Bestes Geschenk zum 4. Advent!

Um 11 Uhr bin ich mit Lisa in der Stadt der Städte angekommen. Zuerst sind wir ein bisschen planlos die Straßen entlang gelaufen, aber zufällig genau zum Bryant Park gelangt, welcher zu den schönsten Parks in Midtown zählt. Dort befindet sich in der Adventszeit ein Weihnachtsmarkt mit kleinen Buden. Allerdings findet man hier keinen Glühwein oder Bratwurst im Brötchen, wie man das bei uns so kennt. Die amerikanischen Christmas-Markets erinnern eher ein bisschen an Polenmärkte, wo eben Socken, Schmuck und anderer Krimskrams verkauft wird. Dort stand dann auch ein ziemlich schöner Weihnachtsbaum und es gab eine Eislauffläche. Gegen Mittag hat sich dann noch der Roger (Freiwilliger aus Philly) zu uns gesellt und wir sind gemeinsam zum Central Park gelaufen. Die Eislauffläche dort war super schön, aber es kostet fast 30 Dollar und man muss Ewigkeiten warten, eh man mal an der Reihe ist. Wollte ich mir dann doch eher ersparen. Als nächstes ging es mit der Metro in den Süden zum Ground Zero, weil die anderen beiden das 9/11 Memorial noch nicht gesehen hatten. Als das dann auch abgehakt war, überkam uns so langsam der Hunger und was gibt es besseres als das Vapiano!? Es ist das einzige Restaurant dieser Kette in den gesamten USA, sieht aber exakt genau so aus wie bei uns. Und schmeckte auch genau so. Wie es der Zufall so wollte, haben wir auch gleich noch 3 andere deutsche Mädels am Nebentisch kennengelernt. Sie sind auch Au Pairs und als ich die eine bei Facebook hinzugefügt habe, ist mir aufgefallen, dass wir sogar eine gemeinsame Freundin haben. Das ist widerum noch ein andres AP, die wir beide kennen. Hach, die Welt ist so ein Dorf!

Wir hatten eigentlich nach dem Essen vor, zum Rockefeller Center zu fahren, weil dort ja der große Tannenbaum steht, aber es war auf einmal schon wieder so spät und dann hat es nur noch für einen kurzen Trip zum Time Square gereicht. War echt ein schöner Ausflug und eventuell komme ich nächsten Samstag schon wieder zurück. ;)

 

Fotos folgen bald!!

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Sa

21

Dez

2013

Tag 181: Herzlich Willkommen Winter - So mag ich dich gern!

Heute ist der kürzeste Tag des Jahres gewesen, also offizieller Winteranfang. Die neue Jahreszeit begrüßte uns hier mit netten 18°C und strahlendem Sonnenschein. Hach, so könnte es doch immer sein!

Ich hab den ganzen Samstag lang auch nur relaxed bisher und zu 90% in meinem Bett gelegen. Eigentlich hätte ich an der Hausaufgabe arbeiten müssen... Aber für mehr als ein kleines Brainstorming konnte ich mich einfach nicht motivieren. Nachts kann ich tausend mal besser an solchen Dingen arbeiten, also muss ich das wohl auf später verschieben; noch ist ja eine Woche Zeit. ;)
Ich hab heute übrigens noch einen Umschlag von Linda und Barry bekommen mit einer Happy-Holiday-Karte und einem $25-Gutschein für Amazon. Als wenn die Überraschung von gestern nicht schon mehr als genug gewesen wäre... Die beiden sind einfach viel zu lieb, jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen!

 

Meine Gasteltern gehen heute Abend noch aus, deswegen muss ich gleich anfangen zu arbeiten. Sobald sie zurückkommen, werd ich von Lisa abgeholt, bei der ich dann schlafe, weil wir morgen gemeinsam nach New York fahren. Eigentlich wollte Marie auch noch etwas später nachkommen, aber sie hat ganz schlimme Zahnschmerzen... :( Ich hoffe, ich finde mich dann auch ohne meinen persönlichen Guide halbwegs zurecht morgen, haha. Ohne Marie bin ich ja meistens aufgeschmissen! Aber wir werden sehen, muss man sich halt mal durchschlagen. Tschakka!

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Fr

20

Dez

2013

Tag 180: Was wäre das Leben ohne Überraschungen!

Der Tag begann wie immer 7.30 Uhr. E hatte gestern Nacht schon wieder 40° Fieber, dann am Morgen zwar Normaltemperatur, aber Schule war für ihn trotzdem noch gestrichen. Normalerweise hat meine Gastmama ja freitags frei, aber ausgerechnet heute hatte sie einen Patienten. Also hab ich zusammen mit "meinem Patienten" seine Schwester in die Schule geschafft und wieder alle Mathetricks und Kartenspielideen, die mir so eingefallen sind, aus meinem Kopf gekramt, damit wir hier irgendwie beschäftigt sind. Gegen 14 Uhr kam Em nach Hause, um erneut mit ihm zum Arzt zu fahren. Ich hatte also mal ein knappes Stündchen Zeit, die ich dazu nutzte, mal kurz mit Mama und Papa zu schnacken. Dann musste ich aber auch schon wieder los, um die Kleine abzuholen. Als wir nach Hause kamen, waren Em und E auch schon wieder hier, sodass ich für heute fertig war.
Also Schuhe und Jacke angeschnallt und mit Marie in's Auto gesetzt, um erstmal bei Starbucks ein Käffchen zu ziehen. Danach sind wir noch ein bisschen durch Rite-Aid (Drogerie) geschlendert und haben bei "Jules" ein Stückchen Pizza gegessen. Die weitere Abendplanung stellte sich als schwerwiegendes Problem heraus, da unsere Vorstellungen ("irgendwas Entspannes, weil müde" und "wenig Geld ausgeben, am besten gar keins") sich nicht so ganz mit den aufkommenden Angeboten ("Abendessen" - rausgeschmissenes Geld, da eh keinen Hunger mehr, "Kino" - zu teuer! oder "irgendwo in Philly feiern gehen" - aufwendig und sein Geld nicht wert bzw. nüchtern nicht ertragbar) vereinbaren ließen. Letztendlich fanden wir uns in meiner Küche am Esstisch beim Kartenspielen wieder. War die beste Lösung des Ganzen und unser Kontostand blieb unverändert! Haben uns jetzt vorgenommen, über die Wintermonate zu sparen, damit das am Ende mit dem Reisemonat auch was wird. Seit heute habe ich auch noch eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit für langweilige Tage/Abende: ein Scrapbook. (Falls jemand eine Erklärung braucht: Scrapbooking kommt von hier, ist aber in Europa mittlerweile eigentlich auch schon recht verbreitet und es ist quasi nichts anderes als das Selbstgestalten eines Fotoalbums, bei dem die Bilder passend verziert/präsentiert werden und neben Fotos auch noch Eintrittskarten o.Ä. vom jeweiligen Anlass eingeklebt werden.) Ich hatte ja schon ewig hin und her überlegt, ob ich mir sowas kaufe, weil ich die Idee an sich richtig toll finde und jedes Mal neidisch bin, wenn ich das bei anderen gesehen habe. Allerdings ist sowas auch nicht ganz billig, da in dem Buch an sich, was auch schon recht preisintensiv sein kann, nämlich nur Folien sind, in die man die fertiggestalteten Seiten packt. Und so ein Block mit Scrapbook-Pages kann auch schon mal an die 20-30 Dollar kosten. ABER jetzt die Überraschung des Tages: Ich habe heute ein großes Päckchen von Amazon erhalten (was an sich erstmal nicht so verwunderlich war, da ich dort wirklich was bestellt hatte), aber als ich es öffnete befand sich darin ein Scrapbook, ein fetter Block mit 36 Seiten und eine Packung mit zusätzlichen Folien. Das hatte ich definitiv NICHT bestellt. Also warf ich einen Blick auf den beiliegenden Zettel... Stand da wirklich "Merry Christmas from Linda & Barry". Da haben mir C's Eltern einfach so ein Riesengeschenk gemacht!!! Damit hab ich überhaupt nicht gerechnet, sooo lieb von ihnen. Hach, die zwei sind unglaublich süß!

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Do

19

Dez

2013

Tag 179: Ein kleiner Lichtblick für Zwischendurch

Heute war nochmal ein 8-Stunden-Tag. Diese Woche komme ich bestimmt locker auf das, was viele Au Pairs jede Woche an Stunden ackern müssen. Also ein ganzes Jahr lang könnte ich mir das nicht vorstellen. An alle zukünftgen APs: Sucht euch bloß ne Familie mit Schulkindern, ich sag's euch. Sonst arbeitet ihr euch hier tot und in der wenigen Freizeit, die ihr dann habt, seid ihr viel zu ko, um irgendwas anzustellen.

Morgen ist ja zum Glück schon der letzte Tag der Woche. Ich muss zwar Samstag Abend nochmal ran, aber das schaffe ich dann auch noch. Außerdem ist das jetzt vorläufig das letzte Wochenende, das ich nicht komplett frei habe. Ging irgendwie doch alles fixer vorüber als gedacht. Obwohl... die Ferien liegen ja noch vor mir. Aber um mir eine kleine Freude für Zwischendurch zu schaffen, habe ich jetzt Tickets für New York am Sonntag gebucht. Und was ja noch tausend mal besser ist: Wir kriegen hier zum Wochenende wieder bis zu 22°C, hahaha. Beste Nachricht des Tages!

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Mi

18

Dez

2013

Tag 178: Überflutung - Rette sich, wer kann!

Ich glaube, ich hatte heute mit Abstand die größte Panikatacke, seitdem ich hier bin. Wie gewöhnlich habe ich 7.30 Uhr angefangen zu arbeiten. Meine Gastmama ist mit E dann zum Arzt gefahren, während ich dafür verantwortlich war G zur Schule zu bringen. Kurz vor Abfahrt bin ich also hoch in mein Zimmer, um meine Tasche und so zu holen. Auf dem Rückweg nach unten hab ich nochmal einen Zwischenstopp im Bad eingelegt. War definitiv die falsche Entscheidung... Denn in jenem Moment, in dem ich die Toilettenspülung benutzte, hatte diese sich anscheinend überlegt, nicht einfach anzuhalten, nachdem genug Wasser nachgeflossen ist; nein, es floss munter weiter. Unaufhörlich. Im ersten Moment war ich noch fasziniert, wie viel Wasser so in die Kloschüssel fließen kann... Bis dann die Oberflächenspannung riss und mir klar wurde, dass das nicht mehr erstaunlich, sondern beängstigend ist. Immer mehr Wasser quoll aus der Toilette, aus dem sich ein kleiner See auf meinem Badezimmerboden bildete. Natürlich hatte ich die Schrecksekunde dann auch überwunden und kam mit Handtüchern bewaffnet zurückgeeilt, um meinen Teich davon abzuhalten, sich in einen Fluss zu verwandeln, der sich auf den Weg zu meinem Zimmer macht. Von unten hörte ich plötzlich G's verzweifelte Stimme, die völlig verwirrt in unserem Eingangsbereich stand (welcher sich im Übrigen genau unter meinem Bad befindet) und sich wunderte, warum es in unserem Flur regnet, obwohl doch draußen die Sonne scheint... Ihr könnt euch denken, was los war. Irgendwo in meinem Badezimmerboden scheint es Löcher zu geben, die mit der Decke im Flur verbunden sind. Ich rannte also die Treppe runter und stand vor drei Wasserfällen, die wie eine Dusche aus den Deckenlampen strömten. (Ich ärgere mich gerade soooo sehr, dass ich davon kein Foto gemacht habe. Wenn ich das jetzt so sehen würde, wäre das sicher ein witziger Anblick, obwohl mir in dem Moment eher nicht so zum Lachen zumute war.) Ich wusste gar nicht, was ich zuerst tun sollte. Einerseits wurden hier weitere Unmengen an Handtüchern sowie Schüsseln gebraucht, andererseits musste ich die Überflutung im oberen Stockwerk auch aufhalten, und am wichtigsten: ICH MUSSTE HERAUSFINDEN, WIE ICH DAS WASSER STOPPEN KANN! Also hab ich G beauftragt, Handtücher zu besorgen, während ich wieder hochgesprintet bin, um meine Gastmama anzurufen. Glücklicherweise ging sie auch sofort ran und hat mich in meinem panischen Zustand erstmal beruhigt, sowie eine Lösung für das Problem gefunden. Hinter der Toilette befindet sich ein Schlauch mit einem kleinen Hebel, mit dem man das Wasser abstellen kann. Ja gut, hätte man sich fast denken können, aber in Stresssituationen ist der Kopf ausgeschaltet. Über sowas habe ich auch noch nie in meinem Leben nachgedacht. Ich meine, wer ahnt denn, dass man gleich mal das Haus unter Wasser setzen könnte, sobald man die Klospülung benutzt...
Die erste Sorge war ich also schonmal los. Nachdem ich nochmal meine Staumauer aus Handtüchern gefestigt und kontrolliert habe, ging es also wieder nach unten. G hat in der Zeit ganz stolz vier Geschirrhandtücher auf dem Boden verteilt, die ungefähr... gar nichts aufgesaugt haben, haha. Aber der Wille zählt ja. Ich hab dann mit G's Hilfe zwanzigtausend Badehandtücher in die riesigen Pfützen geschmissen und jeweils einen großen Behälter unter die Wasserströme gestellt. Viel mehr konnten wir in dem Moment auch nicht tun. Mittlerweile waren wir auch echt spät dran, um zur Schule zu kommen. Also nur schnell nochmal die Socken gewechselt und das Wasser Wasser sein lassen. Als ich die Tür hintermir zumachte, schaute mich die Kleine so an und meinte "Hey Josi, we were a good team!!" - hahaha. Ich hätte mir definitiv was schöneres unter Teamwork vorgestellt, aber prinzipiell hatte sie schon recht. ;)
Als ich zurückkam, ist dank der Schwerkraft auch schon alles aus meinem Bad abgeflossen. Die Schüsseln waren voll und aus den Lampen tröpfelte es nur noch... fast schon beruhigend. Naja.
Ich war dann also heute den Rest des Tages damit beschäftigt, Handtücher zu waschen. E kam so gegen Mittag vom Arzt zurück (Er muss noch den ganzen Rest der Woche Zuhause bleiben...) und wir haben gemalt, so ein Modellmotorrad zusammengebastelt, Mathe geübt und sonen Kram. Um 3 haben wir seine Schwester abgeholt und einen schönen gemeinsamen Nachmittag verbracht. Es wurden Spiele gespielt und Brownies gebacken. Da hatte ich fast schon wieder vergessen, wie stressig der heutige Morgen war.

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Di

17

Dez

2013

Tag 177: Stuck at home 2.0

E's Fieber ist über Nacht wieder gestiegen, wodurch er heute nochmal Zuhause bleiben sollte.
Soweit ging es ihm aber erstmal ganz gut. Wir haben uns hier den ganzen Vormittag lang mit dem Dinosaurier-Kit beschäftigt, dass ich ihm zu Hanukkah geschenkt hatte. Es wurde also nach Dino-Knochen gebuddelt, diese entstaubt und zum Schluss das Skellett zusammengesetzt. Halb 1 kam meine Gastmama nach Hause und hat für 2 Stündchen mal übernommen, sodass ich eine kleine Pause einlegen konnte. Der Nachmittag war dann sehr ruhig hier, weil E erst ein wenig fern schauen durfte und auf einmal so müde wurde, dass er eingenickt ist. Als ich etwas später sein Fieber gemessen habe, bekam ich erstmal einen Schock. 104,5°, also über 40 Grad Celsius. Em kam in dem Moment zum Glück auch nach Hause und hat sich weiter um ihn gekümmert. Hoffentlich geht es ihm bald wieder besser...

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Mo

16

Dez

2013

Tag 176: Ungewöhnlicher Montag!

Ob ihr es glaubt oder nicht, der heutige Montag verlief mal etwas anders als der von den letzten 10 Wochen.
Allerdings hätte ich meine Routine schon lieber gehabt aks das... E ist nämlich krank und deshalb saß ich quasi den ganzen Tag mit ihm hier Zuhause fest. Wir haben letztendlich also nur gegammelt, Spiele gespielt und Plätzchen gebacken. Der Nachmittag zusammen mit G war auch recht entspannt. Sie hat von ihren Geburtstagsgästen Unmengen an Artprojects bekommen, wodurch sie erstmal mit Basteln und Malen beschäftigt war, während ich mich noch ein bisschen um E kümmern konnte. Er wird morgen auch nochmal zu Hause bleiben. Und wenn ich Pech habe, fängt es pünktlich 6 Uhr morgens auch noch an zu schneien und dann hocke ich mit beiden Kindern wieder hier. Hätten sie sich das nicht für nächste Woche aufheben können, wo sowieso keine Schule ist?

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So

15

Dez

2013

Tag 175: Ein wilder Hühnerhaufen

Bis 16.30 Uhr lag über unserem Haus noch himmlische Ruhe. Ich habe die Gunst der Stunde(n) genossen und den ersten Teil meiner Hausaufgabe fertiggestellt. 1687 Wörter. Glückwunsch an mich selbst. Nun nochmal der gleiche Spaß für den zweiten Part. Also um ehrlich zu sein, finde ich es ja fast super, das Gehirn mal wieder ein bisschen anzustrengen. Allerdings hätte ich mehr Lust auf Mathe, anstatt mir darüber Gedanken zu machen, ob ich jetzt in der Stadt 'ne schönere Kindheit gehabt hätte als in meinem süßen Dörfchen. Defintiv verschenkte Zeit! Aber was tut man nicht alles.
Nun gut, zurück zum Thema. Ab nachmittags halb 5 sind dann hier also so an die 20 Kinder eingetrudelt, um G's 5. Geburtstag zu feiern . Das Ganze war als Sleep-Under-Party aufgezogen. "Under" (statt "Over") deshalb, weil die Schnuckies kurz vorm Schlafengehen alle wieder abgeholt haben. Passend zum Anlass kamen aber alle in ihren Pyjamas. Es wurden Kissenbezüge bemalt, Geschichten vorgelesen, Pizza sowie Kuchen gegessen, ein kleiner Film geschaut und Popcorn dazu gegessen. Gegen 19 Uhr war das ganze Spektakel dann vorbei und insgesamt muss ich sagen, dass es echt verdammt wenig Geheule und Gezicke gab, dafür dass hier nur kleine Weiber rumgehüpft sind. Natürlich war es trotzdem ein wenig chaotisch, aber zum Schluss sind alle mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gegangen. :)

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Sa

14

Dez

2013

Tag 174: Noch mehr Schnee!

Mein Morgen verlief erstmal recht entspannt. Habe mich gemütlich fertig gemacht und dann ein bisschen mit Papa geschnackt.

Kurzzeitig bestand die Idee, denn IKEA-Plan einfach heute umzusetzen, aber meine Wetter-App hat mir mehr Schnee angekündigt und da die Strecke über den Highway geht und auch nicht gerade um die Ecke ist, wollte ich das doch lieber noch etwas hinauszögern. Trotzdem musste irgendeine Beschäftigung gefunden werden. Gegen 1 haben Marie und ich uns also Richtung CVS aufgemacht. Die haben dort die guten Kodak-Fotoautomaten und so wurden etliche Fotos ausgedruckt. Wir mussten aber leider feststellen, dass die Qualität mancher Bilder echt nicht so die beste ist und generell $0,29 pro Auszug auch nicht unbedingt geschenkt ist. Wir werden uns wohl ab demnächst angewöhnen übers Internet zu bestellen.

Den Rest des Nachmittags haben wir in dem Haus von Marie's Gastfamilie verbracht. Nägel lackiert, Musik gehört und Plätzchen gebacken. Zwischenzeitlich hatte dann auch der erwartete Schneesturm eingesetzt.

(Das Foto ist noch von gestern früh, mittlerweile liegt da um einiges mehr.)
Ich bin dann zum Dinner wieder rüber zu mir, weil Em und C heute Abend ausgehen, was für mich Schlafwache bedeutet. Werd mir also gleich noch eine heiße Schokolade machen und mich zwingen, an der Hausaufgabe weiter zu arbeiten. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich den zweiten Teil, der auch nochmal 1500 Wörter verlangt, doch schon ebenfalls in 2 Wochen einreichen muss. Na dann auf ein fröhliches Schreiben. AMEN.

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Fr

13

Dez

2013

Tag 173: Friday, the 13th

Aberglaube hin oder her, so richtiges Glück hatten Marie und ich heute irgendwie nicht.

Wir hatten ursprünglich geplant, den heutigen Tag bei IKEA zu verbringen... ein bisschen stöbern, träumen und Kötbullar (sprich: "Schöttboller", mal so nebenbei) essen!

Aber die Arme Marie hing bis fast 14 Uhr bei sich Zuhause fest, weil ihre Gasteltern beide nicht da waren und eines ihrer Kinder zu krank war, um in die Schule zu gehen. Aber weil das ja nicht schon schlimm genug war, stellte ich mit einem Blick aus dem Fenster fest, dass kein Auto da steht. C hat seins nämlich gestern in die Werkstatt oder so gebracht und deshalb meins genommen, um zur Arbeit zu fahren. Also war ich genau so hier gefangen. Ging also schonmal super los mit unserer Pechsträhne.
Damit wir nicht den gesamten Tag hier nur rumhängen, entschieden wir uns kurz nach 2 mit dem Bus nach Ardmore zu fahren. Tja, schade, dass der Bus leider nicht zu der Zeit kam, wie es im Internet angegeben war. Und an den Bushaltestellen befinden sich hier keine Fahrpläne. Es gibt zwar an jedem Stoppschild eine spezifische Nummer, an die man eigentlich eine SMS mit einem bestimmten "Codewort" schicken könnte, woraufhin dann eine automatische Antwort kommen sollte, ob und wann in der nächsten Zeit Busse kommen (zumindest funktioniert das wohl so in Chicago laut Marie), aber hier scheint das System nicht genug ausgeklügelt zu sein. Null Auskunft. So standen wir locker eine halbe Stunde in der Kälte, haben uns unsere Pö'chen abgefroren bis dann doch irgendwann mal ein Bus aufgetaucht ist... In Ardmore sind wir dann aber auch nur ein bisschen rumgeschlendert, haben ein Käffchen getrunken und Kuchen gegessen. Und nach ewiger Warterei waren wir gegen halb 6 wieder auf dem Rückweg.
Nach dem Abendbrot kam Marie dann nochmal rüber und wir haben im Fernsehen Disney's Rapunzel geschaut, währenddessen mir gezeigt wurde, wie man häkelt. Bin eigentlich echt neidisch und würde das auch gern so gut können, aber ich weiß noch nicht genau, ob ich genug Elan hab, um das jetzt so richtig intensiv weiter zu üben. Obwohl es eine nette Beschäftigung für langweilige Wintertage wäre. Na mal schauen... :)

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Do

12

Dez

2013

Tag 172: Time is up! - Wo war der Tag bloß hin?

Endlich Donnerstag! Dieser Tag ist immer mein kleiner Lichtblick zur zweiten Hälfte der Woche, da ich gewöhnlich bis 15 Uhr frei habe. Klingt nach viel Zeit, aber irgendwie hab ich auch wieder nur einen Bruchteil von dem geschafft, was ich eigentlich vorhatte. Morgens war zuerst die ganze Wäsche dran und danach die Betten. Geplant war dann ein bisschen an der Hausaufgabe zu arbeiten und ein paar andere Dinge zu erledigen, aber anscheinend hat mich irgendetwas abgelenkt (woran ich mich eigenartigerweise auch nicht mehr erinnern kann) und plötzlich war es schon nach 12. Marie kam dann rüber und wir haben uns etwas zum Mittag gekocht sowie geschaut, was man denn morgen so anstellen könnte. Dann noch ein Stündchen mit Mama und Papa geskyped und ja - das war's mit der Freizeit.

Der Nachmittag verging aber auch wahnsinnig schnell. Wir haben gemeinsam so Sachen aus Salzteig für Em's bevorstehenden Geburtstag gemacht und noch ein bisschen gemalt. Danach gab es Abendbrot, eine Dusche und drei Gute-Nacht-Geschichten für die Kids. Für mich gibt's gleich noch ne Runde Benjamin Blümchen und dann hoffentlich süße Träume! :)

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Mi

11

Dez

2013

Tag 171: G's Geburtstag

Meine Kleine ist heute 5 Jahre alt geworden. Der Tag war eigentlich ganz schön (die Schulen waren glücklicherweise wieder geöffnet, abends waren wir alle gemeinsam im Ruby's essen und sie danach ihre Geschenke bekommen - von Mommy und Daddy gab's ein "American Girl" - siehe Foto - und ich hab noch ein bisschen Zubehör besorgt.), aber richtig aufregend wird's erst am Sonntag, wenn ihre Feier ist und hier so um die 20 Kinder rumspringen werden. Hab freiwillig angeboten zu helfen. Mal sehen, ob es ein Fehler war, haha... Aber entgehen lassen kann ich mir das ja eigentlich auch nicht; erlebe ich schließlich nur einmal mit hier. ;)

 


Ich war am Tage beim Yoga und bei der Post. Päckchen zu verschicken ist erstens dreimal so teuer wie von Deutschand nach hier und zweitens soooo ein Aufwand. Hab da echt fast eine ganze Stunde zugebracht für zwei Pakete. Der Typ dort hat mir aber immerhin versprochen, dass sie noch vor Weihnachten ankommen sollen. Na, da bin ich ja gespannt.

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Di

10

Dez

2013

Tag 170: Petrus kann mich mal!

Natürlich hat es heute Morgen pünktlich 7 Uhr wieder angefangen zu schneien. Daumen drücken hat nicht geholfen. Also saßen wir mehr oder weniger den ganzen Tag hier drinnen fest. Wir haben irgendwie die Zeit totgeschlagen und waren dann nachmittags mal für eine halbe Stunde draußen. Doch Em hat für die Kinder noch keine Snowboots gekauft, weshalb die Füße schnell nass waren und eine Erkältung wollte ich nun auch nicht unbedingt riskieren. Ich war froh, dass meine Gastmama nur von zu Hause aus gearbeitet hat und somit zwischendurch mal Zeit hatte, jeweils ein Kind zu übernehmen. Bin jetzt aber auch echt fertig und falle gleich nur noch in mein Bettchen.
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Mo

09

Dez

2013

Tag 169: Ich weiß schon, warum ich keinen Schnee mag.

Es gab über Nacht keinen Neuschnee und trotzdem kam heute morgen um 5.45 Uhr einen Anruf von den beiden Schulen, dass der Unterricht jeweils mit 2 Stunden Verspätung anfängt. E ist also erst 10.30 Uhr mit dem Bus gefahren und G musste um 11 Uhr da sein. Wir hatten dementsprechen einen laaaangen Morgen, den wir mit Malen und Singen verbracht haben. Ich hab ein bisschen Keyboard gespielt und die beiden haben dazu die neuesten Songs aus dem Radio geträllert - Roar, Wrecking Ball &co, haha. Aber die Zeit verging so ganz gut.

In meiner verkürzten Freizeit war ich die nötigsten Dinge einkaufen und bei der Post. Schneller als gedacht war es dann schon wieder 15 Uhr... Aber der Nachmittag war eigentlich auch ganz angenehm. Doch Em meinte schon, dass es morgen früh wieder schneien soll und die Schule mit großer Wahrscheinlichkeit ausfällt. Juchu... Können wir schonmal für die Ferien üben. In Deutschland würde dir jeder einen Vogel zeigen, wenn du erzählst, dass dir wegen 5cm Schnee schulfrei gegeben wird, aber hier ist gleich Weltuntergang. Meine Vorfreude hält sich in Grenzen. Bitte drückt die Daumen, dass Petrus seine Schneewolke woanders hinschickt!!!

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So

08

Dez

2013

Tag 168: Winterwonderland

Am Morgen erreichte mich eine e-mail meines LCCs, die das heutige Au Pair Treffen abgesagt hat. Eigentlich war geplant, am Nachmittag / Abend mit allen gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt nach Philly zu gehen und sich so eine Light Show anzuschauen. Nun wird das Ganze auf nächsten Sonntag verschoben. Grund der Verlegung: voraussichtlicher Schneefall. Hier wird ja gleich aus 3 Schneeflocken ein Riesendrama gemacht, deshalb hab ich das alles noch nicht so für voll genommen, aber es kamen doch tatsächlich so um die 10cm runter.

Das war ein richtiger Sonntag zum Im-Bett-Bleiben. Man konnte eh nichts machen. Em wollte nicht unbedingt, dass ich das Auto nehme und Busse oder Taxis fahren bei so einem Wetter nicht mehr, haha.

 

Also kam Marie rüber und wir haben Musik gehört, Schiffe-Versenken gespielt, einen Weihnachts-Film im Fernsehen geschaut und ganz nebenbei hat sie mir noch ein Stirnband gehäkelt. Darüber hab ich mich riesig gefreut!! :) 

Ich werd jetzt gleich auch nur noch ein bisschen lesen und dann bald schlafen. Nichtstun macht müder als man denkt!

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Sa

07

Dez

2013

Tag 167: Probier's mal mit Gemütlichkeit!

Ist das nicht schön?
Ich freu mich grad jedes Mal so sehr, wenn ich in mein Zimmer komme, haha.
Die Licherkette gab es gestern für nichtmal 5 Dollar bei Walmart. Beste Investition seit langem!

 

Gestern hatte ich ja frei, musste dafür aber heute ab 16 Uhr arbeiten. Am Vormittag war ich noch mit Marie spazieren. Wir haben hier so einen Ententeich entdeckt und sind da einmal rumgelaufen. Dann waren wir noch in so einer Bakery, an der ich schon gefühlte 100 Mal vorbeigefahren bin und mir immer dachte "Da musst du auch mal was probieren." Heute gab es dann diese Chance. Ich hatte einen Bagel mit Lachs, Tomaten und Kapern (richtig interessante Kombi!) und habe entschieden, dass ich sicher nicht zum letzten Mal dort war.

Von 3-4 saßen wir noch bei Marie und haben angefangen Argumente zu suchen für unser Essay für die Weekendclass-Homework... Aber sind ja noch 3 Wochen, bis ich das hinschicken muss. In der Schulzeit hätt ich niemals so früh angefangen, haha.

Der restliche Nachmittag/Abend war auch noch ziemlich gut. Die Kinder waren recht ausgeglichen und ich hab es sogar geschafft sie ohne Proteste unter die Dusche zu kriegen (Die typische Antwort auf die Frage, ob sie jetzt hochgehen könnten, um zu duschen, lautet immer "But I took one yesterday!", was 1. nie stimmt und 2. auch nicht schlimm wäre, wenn es wahr wäre, haha). Hab ihnen halt gedroht, dass sie ohne Nachtisch zu Bett gehen müssen, wenn es Beschwerden gibt. Die Strafe scheint sie immer ziemlich abzuschrecken, haha. Wir sind dann also als beide durch waren wieder runter in die Küche und ich hab beiden Kekse angeboten. G hat natürlich gleich zugeschlagen, aber was wollte E stattdessen!? - SAURE GURKEN!!! Da hab ich nicht schlecht geguckt, sag ich euch. Dann hat jeder noch 2 Gute-Nacht-Geschichten bekommen und seit 20 Uhr hab ich tatsächlich Ruhe. Was für brave Kinder ich doch manchmal habe! :)

Ich hab dann noch die Küche zu meiner Aufgabe gemacht und jetzt werd ich mich gleich in mein gemütliches Bett schmeißen und ein wenig lesen. Guuuute Nacht allerseits!

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Fr

06

Dez

2013

Tag 166: Der Himmel weint!

 

 

 

Ich komme gerade mit Marie und Paula von einer Tanzveranstaltung vom Eastern College, was hier in der Nähe ist. Die haben eine eineinhalbstündige Show auf die Beine gestellt mit Solo- und Gruppenbeiträgen, die sehr breitgefächert in die Richtungen Modern Dance, Ausdruckstanz, Jazz Dance und Stepptanz gingen. Viele der Tänze wurden sogar von den Studentinnen selbst choreographiert, die ja auch grade erst so um die 20 Jahre alt sind. Dafür war das echt richtig gut gemacht und hat mich so an meine Zeit beim Tanzen erinnert. Das fehlt mir auch wirklich, wenn ich so drüber nachdenke. Aber lässt sich nicht ändern. Die Red Hot Dance Class im Gym ist jeden Montag- und Freitagmorgen schon ein kleiner Trost. ;)

 

 

 

 

Aber nochmal zum Titel.

Ich habe heute frei gekriegt und es hat wirklich den ganzen Tag durchgängig geregnet. Es ist zwar relativ mild, aber angenehmer wurde es dadurch trotzdem nicht. Doch zur Stimmung hat das Wetter definitiv gepasst... Meine liebe Sara, mit der ich vor fünfeinhalb Monaten noch zusammen in New York angekommen bin und so viele kleinere und größere Ausflüge seitdem unternommen habe, musste leider heute wieder heim nach Österreich fliegen. Marie und ich haben heute noch einen halben Tag mit ihr verbracht, bevor wir sie dann schweren Herzens um 17 Uhr gehen lassen mussten. Aber wie sagt man doch... Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Wehe, das bewahrheitet sich nicht!!

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Do

05

Dez

2013

Tag 165: Deutscher Stammtisch im Brauhaus Schmitz

Ich durfte heute ausschlafen, weil C sich morgens um alles gekümmert hat. Ich hab dann die ganze Wäsche in die Maschine gehauen und bin rüber zu Marie, wo wir gemeinsam die erste Ladung Adventsplätzchen gebacken haben. Während wir darauf warteten, dass unsere Schokokekse und Zimtsterne abkühlten, haben wir das Spiel "Rummikub" rausgekramt und erstmal ein bisschen gezockt. Keine Ahnung, wie lange es her ist, dass ich das zum letzten Mal gespielt habe; es wird mich zumindest immer an meiner Hortzeit erinnern. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht!
Ab 15 Uhr hieß es dann: Kinder beschäftigen. Em kam aber schon ziemlich zeitig nach Hause und brachte sogar Pizza mit zum Abendbrot, also war der Nachmittag auch recht entspannt.
Am Abend um 20.30 Uhr sind Marie und ich dann in den Zug nach Philly gestiegen, um uns auf den Weg zum Brauhaus Schmitz zu machen, einem deutschen Wirtshaus auf der South Street. Dort gibt es jeden Donnerstagabend den "deutschen Stammtisch" (Also das heißt wirklich so, wird nicht übersetzt). Man geht also einfach dorthin und setzt sich mit fremden Menschen an einen Tisch, die aber alle Deutsch sind oder zumindest sprechen können. Am Anfang kamen wir uns ein bisschen unwohl vor, aber die anderen waren alle echt offen und es war super interessant, sich mit den ganzen Leuten zu unterhalten. Es ist zwar etwas aufwändig mit dem Hin- und Rückweg, aber ich denke das können wir öfter mal in Angriff nehmen. Ist definitiv ne coole Sache!

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Mi

04

Dez

2013

Tag 164: Der Geschenke-Wahnsinn hat ein Ende!

Heute war der letzte Tag von Hanukkah, zum Glück! Also ich finde diese Rituale mit den Kerzen und den Liedern zwar richtig schön, aber die Kinder wurden in den letzten Tagen einfach nur noch zugeschüttet mit Geschenken. Das war wirklich wie 8 Mal Weihnachten haben. Naja, immerhin haben wir jetzt einen Haufen neuer Brettspiele und Bastelprojekte, mit denen wir uns in Zukunft die Zeit vertreiben können. ;) Aber auch, wenn es schon gefühlte 100 Geschenke gab, haben sie sich trotzdem noch über meine Sachen gefreut, die ich ja bis heute aufgehoben hatte. Em und C haben wohl auch etwas für mich, aber sie wollen es mir erst in 3 Wochen geben, damit es sich immerhin ein bisschen wie Weihnachten für mich anfühlt. Sehr süß :)

Tja, was gibt es sonst noch von heute zu berichten... Also die Zeit mit den Kindern war relativ entspannt, weil wir wie gesagt viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten hatten. Über Mittag war ich beim Yoga und später abends mit Marie und Heidi noch Tee trinken bei Starbucks.

Ach, und ich habe gerade festgestellt, dass in genau 200 Tagen mein letzter Tag als Au Pair ist. Wenn man bedenkt, dass in der Zwischenzeit noch ca. 30 Wochenenden liegen und ich auch noch meine vollen zwei Urlaubswochen habe, dann habe ich grob gerechnet nur noch 100-150 Arbeitstage, was echt verdammt wenig klingt, oder?

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Di

03

Dez

2013

Tag 163: Die grauen Zellen mal wieder auf Trab bringen...

6 Credits - 72 Stunden Uni; das ist, was ich brauche, um am Ende meines Jahres ein Zertifikat zu bekommen, welches bestätigt, dass ich an einem 12-monatige-Pair-Programm in den USA teilgenommen habe. Denn so ein Austauschjahr in den USA ist nur erfolgreich beendet, wenn es irgendeinen Bildungsaspekt enthalten hat. Dass man automatisch seine Englischkenntnisse verbessert, über andere Kulturen lernt und viel weltoffener wird, hat derjenige, der sich diese Regel ausgedacht hat, wahrscheinlich nicht für relevant gehalten. Für's Leben zu lernen zählte ja auch schon bei uns in der Schule nur in den seltensten Fällen als angebrachter Unterricht. Tja, diese Revolution lässt bestimmt noch lange auf sich warten. Also was soll's, Zähne zusammenbeißen und durch.

So geht es nun auch Marie und mir. Die erste Hälfte unseres Jahres ist ja nun schon fast um und wir haben noch keinen einzigen Credit verdient. Also haben wir das Internet durchforstet und uns Gedanken gemacht, wie wir am günstigen an unsere College-Stunden kommen. Letztendlich fanden wir sogar eine recht praktische Lösung: Zu Beginn des neuen Jahres werden wir eine Doppel-Weekend-Class besuchen (Thema ist übrigens "Gebärdensprache") und haben dann nach den beiden Wochenenden unsere 6 Credits beisammen. Wenn ihr das mal grob auf 4 Tage runterrechnet, werdet ihr feststellen, dass man damit nicht auf 72 Stunden kommen kann. Deshalb haben wir nun das Vergnügen eine zusätzliche Hausaufgabe anzufertigen (die im Übrigen auch schon eine Woche vorm Kursbeginn eingereicht werden muss). Das Topic dieser Homework hat seltsamerweise absolut nichts mit dem Kursthema zu tun. Wir müssen jeweils ein Essay schreiben, in dem wir ausdiskutieren, ob es sozusagen besser ist Stadtkind oder Landei zu sein. Für das erste Wochenende sollen wir es aus unserer persönlichen Sicht darlegen, warum wir lieber in einer Großstadt / einem Dorf leben möchten und im zweiten Teil muss erörtert werden, wo Kinder wohl besser aufwachsen. Jeweils übrigens 1500 Wörter. Erinnert mich einfach original an meinen Englischunterricht Sek II. Wär auch ne klasse Klausuraufgabe gewesen. Meine Motivation macht jetzt schon Purzelbäume für Freude... Ich hatte gehofft, dass ich damit für immer durch bin, aber wie sagt man so schön... 1. Kommt es anders, 2. als man denkt.

 

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Mo

02

Dez

2013

Tag 162: Die Adventsfreuden gehen weiter! :)

Um ein bisschen "Zuhause-Stimmung" aufkommen zu lassen, haben Marie und ich uns gegenseitig einen Adventskalender gebastelt. Aus irgendeinem Grund hatte ich es erst heute geschafft, mir meinen von drüben abzuholen. Und ich komme immer noch nicht drüber hinweg, wie schön der ist!! Die Advents"türchen" sind alle so individuell gestaltet; da freut man sich schon, bevor man die Tüte überhaupt geöffnet hat. :)

In der Nummer 1 waren Ausstechförmchen drin (was im Übrigen eine super Idee war, da es in unserem Haushalt nämlich keine gibt und ich die jährliche Plätzchen-Back-Aktion schon in's Wasser fallen sehen hab, haha) und der erste Teil eines Briefes, der sich wohl durch die Adventszeit ziehen wird. So süß!

Für heute gab es dann ein passendes Plätzchenrezept für sogenannte Eissterne und einen Lippenpflegestift. Etwas zum Naschen war natürlich auch dabei. ;) Bin gespannt, wie es die nächsten Tage weitergeht und wie viele gleiche Ideen wir bei der Suche hatten, haha. Ich halte euch mal auf dem Laufenden!

So und von diesem greifbaren Adventskalender abgesehen, habe ich wohl auch parallel noch einen virtuellen auf Facebook am laufen, wenn ich das hier richtig interpretiere... Zumindest überraschte mich Robiii gestern mit einem weihnachtlichen Foto von sich auf meiner Pinnwand und im Adventstürchen Nummer 2 fand ich dann heute das hier:

http://s14.directupload.net/file/d/3459/di3oli4g_pdf.htm von der lieben Jule! Fand ich ja auch einfach unglaublich toll; das musste ich gleich mal mit euch teilen :) Diese kleinen Freuden werden mir die Zeit bis zum Bergfest (also am 24.12. bin ich ja genau 6 Monate hier) bestimmt noch ganz doll versüßen!!!


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So

01

Dez

2013

Tag 161: 1. Advent - die Weihnachtsmarktsaison ist eröffnet!

Jaaaa, ihr habt richtig gelesen; auch in Philly gibt es einen Weihnachtsmarkt! Sogar einen nach unserem "deutschen Modell". ;)

Aber nochmal auf Anfang. Heute Morgen gegen 10 sind wir in Potomac aufgebrochen und waren nach einer kleinen Mittagspause 13 Uhr wieder hier. Ich hab mich nur schnell frisch gemacht und dann kam auch schon Marie, mit der ich runter zum Bahnhof gelaufen bin, um mit dem Zug nach Philly zu fahren, in dem auch schon Sara und Lina auf uns warteten. Unsere erste Anlaufstelle war natürlich das sogenannte "Christmas Village". Aufgebaut ist das Ganze in diesem LOVE-Park, wo auch die Statue steht und es erinnert wirklich sehr an Zuhause! Überall stehen kleine Holzbuden und man kann deutsche Produkte kaufen. Zu allererst musste natürlich eine Bratwurst im Brötchen her!!! Ihr könnt gar nicht glauben, wie gut das tat. Ansonsten sind wir noch ganz viel da rumgeschlendert und haben uns jedes Mal auf's Neue riesig gefreut, wenn wir wieder eine deutsche Entdeckung gemacht haben.

Zunächst hatten wir keinen richten Plan, was wir noch anstellen könnten, bis uns aufgefallen ist, dass heute der erste Sonntag im neuen Monat ist, was bedeutet, dass das Museum of Arts (eines der größten Kunstmuseen der USA) kostenlos zu besichten ist. Also sind wir spontan dort hin gelaufen. Ein Besuch in diesem Museum stand ja eh auf meiner To-Do-List. Aber um ehrlich zu sein, hat es mich nicht so umgehauen. Die haben da zwar richtig wertvolle Bilder von Monet, Van Gogh, Picasso usw, aber mancher Kunst kann ich einfach nichts abgewinnen.Naja, ist ja Geschmackssache. Mich würde dann aber doch eher das Benjamin Franklin Institute (Naturwissenschaftsmuseum) interessieren. Muss mich glatt mal erkundigen, ob die auch sone speziellen Angebote bezüglich des Eintritts haben!

Nach einem kurzen Abstecher bei Starbucks ging es dann auch wieder nach Hause. Ich hab meinen Koffer wieder ausgepackt und werd nun gleich in mein Bettchen schlüpfen... Morgen klingelt 6.30 Uhr der Wecker, brrrrr.


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Fotos von heute kommen auch noch! :)

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