Tag 222: What's the "Good" in Goodbye?

Der heutige Tag hat bewiesen, dass es (abgesehen von Familie) nichts Wertvolleres als Freundschaft gibt. 

Ich bin am Morgen rüber zu Marie gefahren, die mir ihre letzten Sachen überlassen hat, die sie nicht mehr in ihrem Gepäck unterkriegen konnte. Wir haben uns dann bei einer französischen Bäckerei Frühstück geholt und sind nach Wayne in's Gryphon Café gefahren, wo sich noch ein Kaffee zu unserem Lachs-Tomaten-Frischkäse-Brötchen und dem Schoko-Croissant gesellt hat. Irgendwie war das alles noch so normal und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, kann ich gerade eigentlich immer noch nicht wirklich realisieren, dass Marie nicht mehr hier ist. 

Die Abschiedsstimmung kam dann aber zwischenzeitlich doch schon auf, weil sie mir einfach so ein süßes Abschiedsgeschenk gemacht hat! Also zu allererst konnte ich mein Scrapbook um die beiden Seiten erweitern, die ihr auf dem Foto seht. Und als wenn das nicht schon toll genug wäre, bekam ich noch ein super süßes Gedicht, was sie für mich geschrieben und mir dann vorgetragen hat. Das alles hat mich einfach überwältigt und ein paar Tränchen konnten wir beide nicht zurückhalten. Ich hätte sie am liebsten nie mehr losgelassen. Aber die Zeit rannte und wir hatten vor, noch einen letzten Abstecher in die King of Prussia Mall zu machen, weil Marie sich noch die eine Tasche holen wollte, an der sie schon mehrmals vorbeigelaufen ist und jedes Mal überlegt hat, ob sie 40 Dollar wert ist. Als wir dann im H&M standen, war einfach der komplette laden im Sale. Ich glaube, es gab kein Teil, das teurer als 20 Dollar war. So gab es auch auf ihre Tasche 50% Rabatt und ich hab mich gefreut, sie noch glücklich zu sehen bei all dem Abschiedsschmerz! :) Wir waren relativ pünktlich um 13 Uhr zurück und nachdem noch die allerletzten Dinge eingepackt waren, wurde es Zeit für das Final-Good-Bye. Das einzig Gute daran war, dass es ja kein Abschied für immer ist. In einem halben Jahr bin ich auch zurück und auch wenn wir nicht mehr in der gleichen Straße wohnen, sind die Entfernungen irgendwie ertragbar. 

Trotzdem ist es einfach komisch, weil Marie von Anfang an einfach hier dazugehörte und wir uns sogut wie jeden Tag gesehen haben, auch wenn es manchmal nur die 5 Minuten an der Bushaltestelle waren. Ich vermisse das alles jetzt schon. Aber wenn es danach geht, sollten wir uns wahrscheinlich glücklich schätzen, dass wir uns überhaupt für diese 7 Monate hatten. Letztendlich hätte da nebenan auch jemand wohnen können, mit dem man gar nicht auf einer Wellenlänge ist und dann wäre es nie zu den ganzen schönen Erlebnissen gekommen, die wir immerhin bis hierhin hatten. Sicher ist trotzdem, dass diesen Platz niemand so ersetzen und für die letzten 20 Wochen, die ich noch vor mir habe, einfach ein wichtiger Teil fehlen wird. Aber man kann es nicht ändern, von daher gilt es das Beste draus zu machen und sich schon mal darauf zu freuen, dass wir uns Ende des Sommers definitiv wiedersehen! ♥

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