Tag 217: Spontaner Ausflug in die Hauptstadt & ein Doppel-Wiedersehen

Also, wie gestern schon erwähnt, haben Marie und ich uns kurzfristig überlegt, heute einen Kurztrip nach Washington, D.C. zu machen. Unser Bus kam am späten Vormittag an der Union Station in DC an, wo wir uns erstmal eine kleine Stärkung besorgt haben, bevor unser Fußmarsch losging. Metrofahren ist dort nämlich verhältnismäßig teuer und wir sind ja arme Au Pairs. Zu allererst haben wir beim Kapitol (Sitz des Kongresses, also der beiden gesetzgebenden Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus) Halt gemacht und die ganze Zeit gestaunt wie ruhig und friedlich es dort war. Fast keine Menschenseele zu sehen und auch generell ist die Atmosphäre in der Stadt eine völlig andere als jetzt beispielsweise in Philly (mal ganz zu schweigen von NYC). Von dort aus haben wir uns dann doch mal eine Fahrt mit der Metro gegönnt, die uns in die Nähe des Old Post Offices gebracht hat. Dieses ist ein historisches Gebäude mit einem Clock Tower, auf den man umsonst mit einem Fahrstuhl hochfahren kann. Es ist mit knapp 100 Metern schon das dritthöchste Gebäude der Stadt (nach dem Washington Monument und der Basilica), wodurch man also den Ausblick von dort oben absolut nicht mit dem vergleichen kann, was ich vorgestern noch in Philadelphia auf der City Hall gesehen habe. Keine Wolkenkratzer und somit auch keine Skyline. So richtig beeindruckend war es jetzt nicht, aber wir hatten ein nettes Gespräch mit einem Mitarbeiter, der uns ausgefragt hat, wo wir herkommen; was wir hier machen; usw. Ich mag es, dass die Menschen hier so oft Interesse an Fremden zeigen und sofort für Smalltalk bereit sind. Nachdem er uns noch eine Stadtkarte geschenkt hat, sind wir wieder runtergefahren, wo Miriam auch schon auf uns gewartet hat. Ihre Gastfamilie wohnt ja direkt in DC und da sie glücklicherweise noch nichts anderes vorhatte, hat sie uns spontan Gesellschaft geleistet. Unsere nächste Anlaufstelle war dann das Weiße Haus. Sah ein bisschen trostlos aus in dem schneebedeckten Garten zwischen den kahlen Bäumen. Also im Sommer hat mir der Anblick schon besser gefallen, aber generell ist das alles eigentlich eh nicht so spannend. Es ist wohl möglich, über einen amerikanischen Staatsbürger an eine Tour durchs Haus zu kommen. Naja, mal schauen, ob ich diese Gelegenheit während meines Aufenthalts hier noch irgendwie kriegen kann...

Jedenfalls ist dann gegen 14 Uhr auch noch Stephi zu uns gestoßen, die sich von Rockville auch spontan auf den Weg in die City gemacht hat und uns für den Rest des Tages ebenfalls begleitete. Wir sind noch ins National History Museum gegangen, aber waren irgendwie mehr mit quatschen beschäftigt, als dass wir wirklich irgendwas angeschaut haben. Ist ja auch immer spannend, wenn man sich nach langer Zeit mal wieder sieht!! Aber wir haben immerhin kein Geld rausgeschmissen, denn in Washington sind sogut wie alle Museen umsonst!
Danach sind wir noch gemeinsam etwas essen gegangen und dann war es für Marie und mich auch schon wieder Zeit uns auf den Rückweg zur Station zu machen. War echt ein super toller Tag mit den 3 Mädels und ein gutes Gefühl, mal wieder etwas unternommen zu haben. Prima Wochenabschluss :)

 

 

(Fotos wie immer hier)

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