Tag 196: Back to School

So habe ich mich heute gefühlt. Wir hatten nochmal 6 Stunden Unterricht, aber diesmal ging es um andere Themen. Zuerst saß ich in so einer Veranstaltung über Kommunikation, was totlangweilig war, da ich das alles schon in Psychologie hatte. Im Verlauf dieser Class mussten wir dann auch noch verschiedene Rollenspiele auf der Bühne darstellen und eben auf Körpersprache, Intonation der Stimme usw achten. Dazu kam noch, dass das alles spontan erfolgen musste und manche Menschen sind irgendwie unfähig eine Situation auf Anhieb umzusetzen und einfach mal ein bisschen zu schauspielern. Dazu kommt noch, dass das Englisch von vielen Au Pairs wahnsinnig schlecht ist, sodass dort einige Dinge nur noch in Peinlichkeit endeten. Aber die Frau, die den Kurs geleitet hat, war so eine absolut typische Amerikanerin, die auch für die misslungensten Darstellungen irgendein wahnsinnig tolles Lob herauszaubern konnte. Marie und ich konnten uns das irgendwann nicht mehr reinziehen und haben nur noch gebetet, dass es bald Mittag gibt. Irgendwann war es dann auch soweit, doch danach folgten ja noch die 4 restlichen Stunden. Zuerst kam ein Kurs über American Culture. Wir mussten versuchen, die 50 Bundesstaaten aufzuzählen und diese dann in die Karte einzutragen. Da hab ich mal wieder festgestellt, wie schlecht mein geografisches Wissen ist (also an der Stelle hab ich dann doch noch etwas gelernt). Danach folgte eine Diskussion über "das Typische an Amerikanern/der USA" und Diversität (was ich im Übrigen auch schon lang und breit in der Schule hatte). An der Art, wie die Instructerin diese Debatte geführt hat, wurde auch mal wieder deutlich, wie sehr die Amis sich selbst feiern. Patriotismus hoch einhundert. Zum Schluss wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten jeweils eine Strophe von "This is your land" (anscheinend so eine Art "2. Nationalhymne der USA", kannte ich aber vorher auch noch nicht) in irgendeinem bestimmten Musikstil darstellen. Wo da der Sinn blieb, hab ich mich auch gefragt. Mehr Beschäftigungstherapie als alles andere, aber ok. Wir haben auch das überstanden. Für die letzten 2 Stunden ging es nochmal zurück zu der Kommunikations-Tante von heut Morgen. Diesmal war das Thema Creative Writing. Sie hat uns zwei Anfänge für eine Kurzgeschichte gegeben und wir hatten halt jeweils eine viertel Stunde Zeit, uns ein Ende auszudenken. Ich kann gar nicht sagen, welchen Teil des heutigen Tages ich am unnötigsten fand, haha. Also echt... und für sowas kriegt man am Ende 6 Credits gutgeschrieben. Bildung, ahoi! 

 

17 Uhr haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Dummerweise war heute in Maryland erst der letzte Ferientag, wodurch die Straßen recht voll waren, aber dank der fünfspurigen Autobahn sind wir trotzdem gut durchgekommen. Das einzige, was noch genervt hat, waren die Mautstationen. Hinzu kamen wir nur an zweien vorbei, bei denen wir jeweils 4 Dollar bezahlen mussten, was ja noch verkraftbar war. Aber vorhin lagen irgendwie 3 auf unserem Weg und die eine hat sogar 8 Dollar verlangt. Frechheit! 

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