Tag 195: Sign Language - Part I

Und zum erneuten Male begann der Tag zeitig - zu zeitig! Um 4.30 Uhr riss mich mein Wecker aus den Träumen und eine dreiviertel Stunde später saß ich mit Marie und Miriam im Auto, um Richtung Baltimore aufzubrechen. Die Straßen waren zum Glück alle in Ordnung bzw. war generell auch kaum Verkehr (naja, verständlich zu dieser unmenschlichen Uhrzeit...). Jedenfalls kamen wir gegen 8 Uhr am Maritime Institute, welches auch ein Hotel beinhaltet, in dem wir übernachten, an und konnten sogar noch ein kleines zweites Frühstück abfassen, bevor die Eröffnungsrede losging. Danach hatten wir die erste Session unseres Gebärdensprachenkurses, welche 6 Stunden in Anspruch nahm. Klingt viel, aber wir hatten immer wieder kleinere Pausen dazwischen sowie auch eine größere über Mittag. Es war echt super interessant und total aufregend über diese Art der Kommunikation zu lernen. Marie und ich haben abends im Bett auch nochmal alle Worte wiederholt, die wir während des Unterrichts so gelernt haben und waren richtig überrascht, wie viel hängen geblieben ist bzw. generell wie groß die Menge an "Vokabeln" nach ein paar Stunden schon ist. Wenn man nun also mal in so eine Situation kommen sollte, könnte ich mich auf jeden Fall vorstellen (Name, Alter, Familie), verschiedene Gefühlslagen (traurig, glücklich, müde, hunrig, durstig, etc) ausdrücken, W-Fragen stellen, kenne grundlegende Verben, das Alphabeth sowie Zahlen (könnt ihr ja auch mal Ausprobieren) und so Worte wie "Bitte", "Danke", "Sorry", "Ja", "Nein". Für die grundlegende Verständigung würde es also definitiv erstmal reichen. Mal gucken, was dann im März beim zweiten Teil noch so dazukommt. 

Im zweiten Teil der Class haben wir dann noch das hier gelernt: http://www.youtube.com/watch?v=5y6fftM6Lg8 (hoffe, ihr könnt das öffnen). Das ist die Gruppe von letztem Oktober, deswegen bin ich da nicht mit oben, aber nur mal so zur Veranschaulichung. Wir haben den Song "Imagine" also in Gebärdensprache dargestellt, was gar nicht als so einfach herausstellte und einige Übung brauchte bis es halbwegs flüssig und synchron war. Hat aber auf jeden Fall Spaß . :) 

Am Abend hatte ich mich dann noch für HipHop eingetragen, was sich dann eher als Zumba entpuppte, wogegen ich an sich ja eigentlich auch nichts habe, aber irgendwie war die Energie dann echt aus. Die Tante, die da vorn rumgesprungen ist war irgendwie hypermotiviert. Naja, sie ist wahrscheinlich auch nicht morgens halb 5 aufgestanden... Egal, es ging irgendwann vorüber und dann waren wir endlich fertig. Da Abendbrot nicht inclusive war, haben Marie und ich uns ne Pizza bestellt, dann nur noch vor den Fernseher in unserem Zimmer gehauen und das Hotelleben genossen. ;)

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