Tag 163: Die grauen Zellen mal wieder auf Trab bringen...

6 Credits - 72 Stunden Uni; das ist, was ich brauche, um am Ende meines Jahres ein Zertifikat zu bekommen, welches bestätigt, dass ich an einem 12-monatige-Pair-Programm in den USA teilgenommen habe. Denn so ein Austauschjahr in den USA ist nur erfolgreich beendet, wenn es irgendeinen Bildungsaspekt enthalten hat. Dass man automatisch seine Englischkenntnisse verbessert, über andere Kulturen lernt und viel weltoffener wird, hat derjenige, der sich diese Regel ausgedacht hat, wahrscheinlich nicht für relevant gehalten. Für's Leben zu lernen zählte ja auch schon bei uns in der Schule nur in den seltensten Fällen als angebrachter Unterricht. Tja, diese Revolution lässt bestimmt noch lange auf sich warten. Also was soll's, Zähne zusammenbeißen und durch.

So geht es nun auch Marie und mir. Die erste Hälfte unseres Jahres ist ja nun schon fast um und wir haben noch keinen einzigen Credit verdient. Also haben wir das Internet durchforstet und uns Gedanken gemacht, wie wir am günstigen an unsere College-Stunden kommen. Letztendlich fanden wir sogar eine recht praktische Lösung: Zu Beginn des neuen Jahres werden wir eine Doppel-Weekend-Class besuchen (Thema ist übrigens "Gebärdensprache") und haben dann nach den beiden Wochenenden unsere 6 Credits beisammen. Wenn ihr das mal grob auf 4 Tage runterrechnet, werdet ihr feststellen, dass man damit nicht auf 72 Stunden kommen kann. Deshalb haben wir nun das Vergnügen eine zusätzliche Hausaufgabe anzufertigen (die im Übrigen auch schon eine Woche vorm Kursbeginn eingereicht werden muss). Das Topic dieser Homework hat seltsamerweise absolut nichts mit dem Kursthema zu tun. Wir müssen jeweils ein Essay schreiben, in dem wir ausdiskutieren, ob es sozusagen besser ist Stadtkind oder Landei zu sein. Für das erste Wochenende sollen wir es aus unserer persönlichen Sicht darlegen, warum wir lieber in einer Großstadt / einem Dorf leben möchten und im zweiten Teil muss erörtert werden, wo Kinder wohl besser aufwachsen. Jeweils übrigens 1500 Wörter. Erinnert mich einfach original an meinen Englischunterricht Sek II. Wär auch ne klasse Klausuraufgabe gewesen. Meine Motivation macht jetzt schon Purzelbäume für Freude... Ich hatte gehofft, dass ich damit für immer durch bin, aber wie sagt man so schön... 1. Kommt es anders, 2. als man denkt.

 

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