Tag 139: Terror behind the Walls!

Am Tage ist nicht so viel passiert. Ich habe erstmal bis Mittag geschlafen. Marie kam irgendwann rüber, wir haben angefangen „The Hobbit“ zu schauen und Schokopudding gekocht. Später sind wir noch bei Starbucks Kaffee trinken und hier im Ort Abendbrot essen gewesen und daaaaaaann war es endlich Zeit, nach Philly reinzufahren. Nach einer vergeblichen Suche der Bushaltestelle für die Linie 48, die letztendlich damit geendet hat, dass wir uns ein Taxi genommen haben, standen wir vor’m Eastern State Penetentiary; einem ehemaligen Gefängnis von Philadelphia. Dieses Gelände verwandelt sich jedes Jahr zur Halloween-Zeit in eine riesige Gruselkammer und heute zum Saison-Abschluss gab es ein besonderes Special („Lights off“), bei dem man komplett im Dunkeln durchgehen, nur mit einem Knicklicht bewaffnet, durchgehen muss. Wir haben lange überlegt, ob wir das wirklich machen sollen und waren uns bis zur letzten Sekunde, bevor es reinging, nicht sicher, warum wir uns das eigentlich antun. Schon als wir an der lange Schlange vorm Eingang standen, kamen alle paar Minuten von hinten richtig gruselige Typen angeschlichen, die dann mit einem ekelhaften Knurren auf sich aufmerksam gemacht haben und im nächsten Moment dreht man sich um und sieht einfach nur so ein abartiges Gesicht ganz nah an seinem eigenen. Immerhin dürfen diese Kreaturen einen nicht anfassen, es sei denn man trägt freiwillig so ein rotes Knicklicht um seinen Hals. Diese Entscheidung kann man kurz vorm Eingang treffen, aber nachdem ich von den blutigen und einäugigen Monstern schon halb zu Tode erschreckt wurde, bevor es überhaupt losging, habe ich mir das dann doch lieber erspart.

Man wird am Einlass in Gruppen eingeteilt (wenn man nicht eh schon als Gruppe da anreist) und wir beide kamen zu einem Mann, der ganz allein da war. Es hat sich dann herausgestellt, dass er vor zwei Jahren selbst mal da als „Schauspieler“ gearbeitet hat. Ich war so froh, dass wir ihn bei uns hatten! Er ist vorgegangen, Marie und ich händchenhaltend hinterher.

Es war einfach purer Nervenkitzel!! Man hat die meiste Zeit sogut wie nichts gesehen (Wir haben übrigens auch nur ein Knicklicht pro Gruppe bekommen, statt jeder eins) und hatte ständig Angst, dass jede Sekunde hinter der nächsten Ecke wieder jemand lauert, der dich erschreckt. Aber die Monster warteten nicht nur hinter Abbiegungen; sie kamen aus unerwarteten Löchern in den Wänden oder aus dem Boden oder auch einfach mal aus dem Nichts. Das Allerschlimmste war so ein Gang, in dem wir liefen und da wir immer auf das fixiert waren, was vor uns kommt, bemerkten wir gar nicht, wie plötzlich ein Typ mit ’ner Kettensäge hinter uns auftaucht und uns verfolgt. Man hat sich gefühlt, wie in sonem schlechten Horrorfilm. Man kann in dem Moment einfach nicht einblenden, dass man eigentlich weiß, dass das alles nicht echt ist. Wir haben nur noch einen Todesschrei ausgestoßen und sind um unser Leben gerannt… Gleich in die Arme vom nächsten Biest, das schon hinter der Kurve auf uns gewartet hat. Schrecklich! Aber es ist halt immer nur diese Schrecksekunde und im nächsten Moment muss man richtig loslachen.
Ich muss sagen, es war gleichzeitig das Schlimmste und das Beste, was ich je erlebt habe. So ein Adrenalinkick! Dafür haben sich die 30 Dollar echt gelohnt. Ich verlinke euch mal hier die Website davon, da kann man sich Videos von den einzelnen Attraktionen anschauen. Insgesamt waren wir länger als eineinhalb Stunden da, wenn man alle Wartezeiten mitrechnet. Es war aber auch gut, zwischen den einzelnen Dingern kleine Pausen zu haben, um erstmal wieder runterzukommen. Ganz am Schluss haben wir noch das Foto abgeholt, was wir am Anfang gemacht haben und dann sind wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach Hause gefahren. :)

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