Tag 135: Never ending day

 Heute ist mal wieder einer der unnötigsten Feiertage hier überhaupt: Election Day (=Wahltag). Also mal zu allererst: Gewählt wurde hier eigentlich niemand Wichtiges, zumindest nicht hier in Pennsylvania. Meine Gasteltern sind nichtmal gegangen. So und zweitens: Warum zur Hölle müssen die Kinder an so einem Tag schulfrei kriegen?  

Oh Mann, der Tag hat sich auch echt langgezogen wie’n alter Kaugummi. Marie und ich haben nachmittags mal kurz kommuniziert, uns gegenseitig bemitleidet und gewundert, wie wir die Sommerferien ohne Camp überstanden haben.

Aber nochmal auf Anfang: Der Morgen fühlte sich schon ewig an, weil die Kinder schon wieder super zeitig wach waren. Durch die Zeitumstellung wird es ja jetzt schon gegen 6 hell und die zwei sind eh nicht so die Langschläfer.

Gegen halb 10 bin ich mit meinen Kids und Cherry + ihre beiden Mädels zu Chuck E Cheese (dieses Kinder-Casino) gefahren. Wir haben da immerhin ein paar Stunden rumgekriegt, noch Pizza zum Mittag gegessen und waren 13.30 Uhr wieder hier. Nachmittags haben wir ungefähr alle Brettspiele ausprobiert, die wir im Schrank finden konnten und G musste ja später dann noch zum Ballett. E hat einen Teil seiner Hausaufgaben erledigt. Es gibt immer einen Writing-Part (Diesmal sollen sie zum Beispiel über ihr Lieblingstier schreiben), aber es ist nicht erlaubt, die Rechtschreibung zu kontrollieren bzw. das Kind zu berichtigen. Welchen Sinn das hat, habe ich noch nicht herausgefunden, aber das amerikanische Schulsystem ist ja eh ein wenig speziell. Ansonsten haben wir noch fast eine Stunde lang Basketball draußen gespielt und 17.30 Uhr hatte ich endlich endlich endlich Feierabend. Ich bewundere alle Au Pairs, die jeden Tag die vollen 10 Stunden arbeiten müssen. Ein Hoch auf Schulkinder!

Marie war bis gerade auch noch hier, weil wir wieder Ravenswood zusammen geschaut haben.

Es ist jetzt kurz nach 21 Uhr und ich fühl mich wie um Mitternacht. Ab in die Koje!

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