Tag 2: hard-working

Die Nacht war gegen 6 Uhr leider schon wieder zu Ende... Naja, zu Hause wär es ja schon um 12, also Standard-Aufstehzeit  
Bin gestern allein in meinem Zimmer eingeschlafen und als ich heute Morgen aufwachte, waren auf einmal 3 andere Betten auch belegt. Habe jetzt 2 Mexikanerinnen und eine Brasilianerin als Mitbewohner; scheinen nett zu sein und kommen auch alle in meine Nähe 
Das Frühstück ist hier ganz in Ordnung. Es gibt Orangensaft aus Joghurtbechern, Bagels, die mindestens genau so gelb sind wie der O-Saft und weinrote Äpfel, die nach nichts schmecken. 


Von 8 - 18.30 Uhr fand dann der Unterricht statt. Dafür, dass das alles sooo langweilig sein soll, ging der Tag doch relativ schnell rum. Die Frau, die unsere Class leitet, macht das total gut und versucht auch die trockenen Themen einigermaßen interessant und witzig zu gestalten. Beim Thema Krankheiten wurden wir dann in kleinere Gruppen aufgeteilt und sollten jeweils ein Plakat zu einer bestimmten Erkrankung gestalten (auf dem Foto ist unser tolles Kunstwerk zu sehen).
Am Nachmittag gab es noch ne kleine Überraschung: Einige von uns wurden in einen Raum geführt, in dem ein Willkommensgeschenk von unseren Gastfamilien auf uns wartete. Es gab eine große Tasche mit nem Haufen Krimskrams, aber am wichtigsten: Sie haben mir die New York City Tour geschenkt, die ich sonst für 50$ noch hätte kaufen müssen. Außerdem noch eine Starbucks-Karte über 10$ und ein I  NY T-Shirt 

Grade bin ich mit den Mädels noch runter zum Supermarkt gelaufen und auf einmal spricht uns an der Kasse eine Frau an, ob wir die Au Pairs sind. Sie hat gesagt, dass ihr Sohn nämlich Freitag ein neues kriegt und dann fing sie an zu erzählen, dass es so wichtig ist, dass man sich wohl fühlt und dass sie hofft, dass wir alle in tolle Familien kommen und dann hat sie einfach auf die Rückseite von ihrem Kassenzettel ihre Nummer geschrieben, mir in die Hand gedrückt und gesagt, wenn ich Probleme habe, kann ich sie jederzeit anrufen. Die Menschen hier sind einfach so offen und nett. Wäre mir in Deutschland nie passiert. 
Das liebe ich hier jetzt schon!

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Anika (Samstag, 06 Juli 2013 21:42)

    Liebe Josi, diese Freundlichkeit kommt mir nur zu bekannt vor. In England war ich auch ganz geschockt, wie lieb und hilfsbereit alle zu mir waren. Ich habe gehört, dass das in Amerika ganz ähnlich ist. Ich kann zwar nicht für die USA sprechen, aber in England habe ich die Menschen nach einer Weile dafür als sehr oberflächlich empfunden. Oberflächlich, aber unglaublich lieb und freundlich. Ich liebe meine deutschen Freunde, aber wenn es um den Umgang mit Fremden geht, bin ich sehr gern unter Engländern. Ich bin mir sicher, dass diese Frau nicht die letzte gewesen sein wird, die dich mit ihrer Hilfsbereitschaft überrascht hat. Auch auf dem Jakobsweg haben mich so viele Amerikaner mit ihrer Herzlichkeit berührt. Genieß es!